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Der Senator für Inneres

Verbraucherpreisindex stellt auf neues Basisjahr 2010 um; Veröffentlichung ab Januar 2013 erstmals für das Land Bremen

Das Statistische Landesamt teilt mit:

15.02.2013

Der Verbraucherpreisindex wird in fünfjährigem Abstand einer turnusmäßigen Überarbeitung unterzogen. Ab Berichtsmonat Januar 2013 erfolgt bundesweit die Umstellung von der bisherigen Basis 2005 auf das Basisjahr 2010. Damit verbunden ist eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2010. Mit der Umstellung auf das neue Basisjahr wird mit dem Berichtsmonat Januar 2013 erstmals der Verbraucherpreisindex (VPI) für das Land Bremen veröffentlicht. Wie das Statistische Landesamt Bremen mitteilt, wurde in der Vergangenheit der VPI nur für die Stadt Bremen berechnet, weil in Bremerhaven keine Preiserhebung durchgeführt wurde. Bedingt durch das wachsende öffentliche Interesse, der VPI dient als wichtige Entscheidungshilfe für viele wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen sowie bei privaten Verträgen als Wertmesser zur Anpassung laufender Veränderungen des Geldwertes, werden nun auch in der Stadt Bremerhaven die Preise ermittelt und somit eine Berechnung auf Landesebene ermöglicht. Wegen dieser Umstellung kann der Verbraucherpreisindex für Januar 2013 erst am 20. Februar 2013 bekannt gegeben werden.

Im Mittelpunkt der Überarbeitung des Verbraucherpreisindex steht die Aktualisierung des Wägungsschemas für die Waren und Dienstleistungen. Dieses bildet die Ausgabenanteile für die einzelnen Güterarten an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland ab. Auch die Wägungsschemata für die Geschäftstypen und die Bundesländer werden neu berechnet. Die Gewichtung der Geschäftstypen spiegelt die Bedeutung der verschiedenen Einkaufsstätten im Einzelhandel, wie Fachgeschäfte, Discounter oder Versandhandel, wider. Die Gewichtung der Bundesländer bildet deren Anteil an den privaten Konsumausgaben in Deutschland ab. Alle neuen Wägungsschemata beziehen sich auf das Jahr 2010 und bleiben bis zur nächsten turnusmäßigen Überarbeitung konstant, um innerhalb des Fünfjahreszeitraums die Preisentwicklung unbeeinflusst von Änderungen der Ausgabengewichte darstellen zu können.

Im Gegensatz dazu wird die Auswahl der einzelnen Waren und Dienstleistungen, deren Preise für die Indexberechnung erhoben werden, der sogenannte „Warenkorb“, laufend angepasst, damit immer diejenigen Gütervarianten in die Preisbeobachtung eingehen, welche von den Konsumenten aktuell häufig gekauft werden.

Der übliche Veröffentlichungstermin der Ergebnisse für den Verbraucherpreisindex am Anfang des Folgemonats wird mit dem Berichtsmonat Februar 2013 wieder aufgenommen. Die Ergebnisse der Preisstatistik stehen auf der Internetseite www.statistik.bremen.de unter THEMEN – Preise.

Weitere Auskünfte erteilt:
Dieter Haaf
Telefon: (0421) 361 2800
E-Mail: dieter.haaf@statistik.bremen.de