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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Startschuss für den Ausbau von 403 weiteren Plätzen zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren

12.12.2012

Der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren geht in die Konkretisierungsphase. Nachdem der Haushalts- und Finanzausschuss Ende der vergangenen Woche (Freitag, 7. Dezember 2012) grünes Licht für Freigabe der zusätzlichen Finanzmittel gegeben hat, können die Träger jetzt den Baufirmen die Aufträge für die anstehenden Erweiterungsmaßnahmen erteilen. „Die finanzielle Grundlage für Ausbau und Betrieb von 353 Plätzen im Jahr 2013 und zunächst weiteren 50 Plätzen Anfang 2014 ist jetzt geschaffen“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. „Die Träger werden in diesen Tagen informiert.“

Mit den politischen Entscheidungen im Haushalts- und Finanzausschuss haben die Träger jetzt zudem die Sicherheit, dass auch die Finanzmittel für den Betrieb der neu entstehenden Plätze zur Verfügung stehen. Der Ausbau von weiteren 125 Plätzen ist bereits früher beschlossen worden, so dass bis Anfang 2014 rund 530 Plätze mehr zur Verfügung stehen werden als ein Jahr zuvor. Das ist ein Zuwachs von rund zehn Prozent (Plätze zum 1. August 2012: rund 5400).

Die zusätzlichen Investitionskosten für die neu finanzierte Ausbaustufe mit 403 Plätzen belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro. Davon wird der Bund aus dem Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung etwa ein Drittel tragen, Bremen finanziert zwei Drittel der Kosten. Die jährlichen Betriebskosten für diese 403 Plätze belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Euro, überwiegend sind das Personalkosten.

„Mit dieser Ausbaustufe ist das Ende des Ausbaupfades in der Kleinkinderbetreuung aber noch nicht erreicht“, betonte Anja Stahmann. „Sobald die Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr Ende Februar ausgewertet sind, werden wir wissen, ob und wo wir noch weitere Plätze einrichten müssen.“ Die Senatorin geht zudem davon aus, dass das wachsende Angebot an Kindertagesbetreuung langfristig auch die Nachfrage steigern wird – selbst wenn die Bundesregierung am Betreuungsgeld festhalten sollte, das kurzfristig sicher zu einer verringerten Nachfrage führen wird. „Ich gehe aber davon aus: In einigen Jahren wird es ganz selbstverständlich sein, dass junge Familien ihre Kinder nach dem ersten Geburtstag in einer Einrichtung anmelden – und wenn es nur für einige Stunden in der Woche ist. Es wird sich unter Eltern immer weiter herumsprechen, welche Bildungs- und Zukunftschancen mit dem Besuch einer Kita verbunden sind.“ Der Ausbau werde sich daher noch über viele Jahre fortsetzen.