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Senatskanzlei

Georgischer Künstler schenkt dem Bremer Rathaus ein Bild

12.12.2012

Der georgische Künstler Zurab Kokaia mag Bremen sehr – das ist seinem ausgefallenen Bremen-Bild unschwer zu entnehmen. Und seine Verbundenheit hat er heute mit einer besonderen Geste unterstrichen: Er hat dem Rathaus das Kunstwerk geschenkt. Es trägt den Titel: Bremen, meine Liebe. „Wir freuen uns sehr darüber und werden einen schönen Platz auswählen“, so Senatssprecher Hermann Kleen, der das Werk heute (12.12.2012) in Vertretung des Bürgermeisters im Rathaus entgegennahm.

Der Künstler Zurab Kokaia (2.v.r.) bei der Übergabe des Bildes: „Bremen – meine Liebe“. Über das Geschenk freuen sich: (von links): Dr. Enzo Vial (Senatskanzlei), Senatssprecher Hermann Kleen und Lia Shatberashvili, die für die Übersetzung sorgte, jpg, 119.8 KB
Der Künstler Zurab Kokaia (2.v.r.) bei der Übergabe des Bildes: „Bremen – meine Liebe“. Über das Geschenk freuen sich: (von links): Dr. Enzo Vial (Senatskanzlei), Senatssprecher Hermann Kleen und Lia Shatberashvili, die für die Übersetzung sorgte

Die Bremen-Ansicht des Künstlers ist in ausgefallener Technik gearbeitet. Hauptmaterial ist gehärtetes Papier – so entsteht eine fast dreidimensional wirkende Ansicht. Die engen Gassen der Stadt betonen das traditionelle, dazwischen eingearbeitet sind Elemente, die das moderne Bremen hervorheben. Auch die Stadtmusikanten haben ihren Platz – sie schweben über allem, während Roland eher wie ein moderner Adonis erscheint. „Ich wollte damit das Beständige Bremens betonen“, erläutert Kokaia.

Zurab Kokaia gehört zu einer Gruppe von georgischen Künstlerinnen und Künstlern, die zur Zeit in der Galerie der Bremer Volkshochschule ihre Werke ausstellen. Alle verbindet eines: sie alle haben Bezug zur Hansestadt, sie alle kennen und lieben Bremen. Die Verbindungen zwischen Bremen und Georgien gehen darauf zurück, dass die Bremer Justiz das Land beim Aufbau einer neuen Rechtsstaatlichkeit unterstützte. Zudem wurden im Jahre 2003 Ausstellungen mitorganisiert, um die Künstler aus der Region international bekannt zu machen. Kokaia hatte 2003 Bremen kennengelernt und seine Bilder erstmalig mit großem Erfolg im Justizgebäude ausgestellt. „Ich war sogleich fasziniert von dieser Stadt und begeistert darüber, wie ich aufgenommen wurde", betonte er bei der heutigen Bildübergabe.

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Kokaia, 1958 in Abchasien geboren, ist freischaffender Künstler. Er lebt seit 1994 in Tbilissi (Georgien), ist dort seit 2006 Vertreter der abchasischen Regierung beim georgischen Parlament. Seine Werke sind bisher auf zahlreichen Ausstellungen, u.a. in Bulgarien, Russland und Deutschland gezeigt worden.

Die Ausstellung in den Räumen der Bremer Volkshochschule ist noch bis zum 14. Dezember 2012 von 9.00 bis 20.00 Uhr zu besichtigen.

Fotos: Senatspressestelle