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Senatskanzlei

Bremen-Berlin-Belgien – eine starke Achse für „Kohl und Pinkel“

29.11.2012

Der neue Kohlkönig der 59. Bremer Roland-Runde in Berlin kommt aus Belgien:
Karl-Heinz Lambertz ist im Hauptberuf Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Mit der am Mittwochabend (28.11.2012) in der Bremer Landesvertretung in Berlin erfolgten Krönung darf sich der Vollblutpolitiker jetzt außerdem ehrenamtlich darum kümmern, für die landestypischen Spezialitäten Bremens zu werben. Lambertz übernahm die „Regentschaft“ von Prof. Dr. Karin Lochte, der Direktorin des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Die Forscherin ist zurzeit an Bord der „Polarstern“ auf der südlichen Erdhalbkugel unterwegs. Bremens Bevollmächtigte beim Bund, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, stellte bei der Ausrufung des neuen Regenten schmunzelnd fest: „Genau darauf setzen wir: Unsere Kohlköniginnen und Kohlkönige sollen auf allen Kontinenten und auf allen Weltmeeren dafür sorgen, dass Kohl und Pinkel weltweit genauso als typisch deutsche Gerichte gelten wie Eisbein mit Sauerkraut und die Schwarzwälder Kirschtorte. Frau Lochte hat den Kohl in die Antarktis gebracht und Karl-Heinz Lambertz wird nun in Belgien und den Gremien der Europäischen Union als würdiger Bremer Kohlkönig den Siegeszug unserer regionaltypischen Spezialität vorantreiben.“

Gute Stimmung bei der Bremer Roland-Runde in Berlin: Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen, der neue Kohlkönig und Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien Karl-Heinz Lambertz, Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste und ehemaliger Bremer Kohlkönig in Berlin (v.l.n.r.), jpg, 93.0 KB
Gute Stimmung bei der Bremer Roland-Runde in Berlin: Ex-EU-Kommissar Günter Verheugen, der neue Kohlkönig und Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien Karl-Heinz Lambertz, Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste und ehemaliger Bremer Kohlkönig in Berlin (v.l.n.r.)

Ministerpräsident Lambertz und Staatsrätin Quante-Brandt stellten beide übereinstimmend die Gemeinsamkeiten zwischen dem Bundesland Bremen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien fest: „Beide Regionen sind in ihren Ländern die kleinsten. Beide haben gelernt, ihre Eigenständigkeit zu verteidigen. In beiden Regionen haben die Menschen eine ausgeprägte Verbundenheit mit ihrer Heimat. Das Motto ’Kleine Regionen – großes Europa’ passt zur Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien und zu den Menschen aus Bremen und Bremerhaven.“

Teilnehmer der 59. Bremer Roland-Runde waren 140 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Bereichen Politik und Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, Medien sowie Bremer und Bremerhavener aus der ganzen Welt. Und da in wenigen Tagen – am 5. Dezember – der Internationale Tag des Ehrenamtes stattfindet, begrüßte Staatsrätin Quante-Brandt die im und für das Ehrenamt aktiven Gäste ganz besonders: Darunter Albrecht Broemme vom Technischen Hilfswerk (THW), Bernhard Gätjen von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Jürgen Lehmann vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bremen, Jörg Rommerskirchen von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Marcus Schleef vom Bremer Landesfeuerwehrverband, Rüdiger Tönnies vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Ute Wedemeier von der Arbeiterwohlfahrt: Passend dazu ging traditionell das Spendenschiff der in Bremen ansässigen Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger durch die Reihen. Heraus kam die stolze Summe von 1235 Euro für die wichtige Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee.

Kohl und Pinkel-Essen bei der 59. Bremer Roland-Runde in Berlin: Staatsrätin Quante-Brandt spricht zu den 140 Gästen, JPG, 171.7 KB
Kohl und Pinkel-Essen bei der 59. Bremer Roland-Runde in Berlin: Staatsrätin Quante-Brandt spricht zu den 140 Gästen

Auch die Kohlkönige aus den vergangenen Jahren kamen in die „Bremer Botschaft“ im Diplomatenviertel der Bundeshauptstadt und nahmen am schmackhaften Essen aus der Küche der Landesvertretung teil. In alphabetischer Reihenfolge: Die Bremer Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck, der Vorsitzende des Bundestagswirtschaftsausschusses Ernst Hinsken, Prof. Dr. Werner Knopp als ehemaliger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Delmenhorster Bundestagsabgeordnete und Präsident des Deutschen Fischereiverbandes, Holger Ortel, sowie Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste.

Die Bremer Roland-Runde ist das „Flaggschiff“ der Veranstaltungen der Bremer Landesvertretung in Berlin. Die Runde dient dazu, inhaltliche Themen in einem besonderen Rahmen zu präsentieren. Seit 1995 gibt es außerdem die „Bremer Roland-Runde mit Kohl Pinkel“- Kohl und Pinkel ist eines der Traditionsessen in Bremen und im Norden Deutschlands.

Die Vertretung der Freien Hansestadt Bremen beim Bund ist als politische Repräsentanz in der Bundeshauptstadt Berlin sichtbarer Teil des föderalen Staatsaufbaus in der Bundesrepublik Deutschland – ebenso wie die Vertretungen der anderen fünfzehn Länder. Die Landesvertretung koordiniert die Interessen Bremens im Bundesrat. Und sie ist ein Schaufenster des Zwei-Städte-Staates Bremen und Bremerhaven. Als Ort der Begegnung ist sie von zentraler Bedeutung für die Außendarstellung des Landes Bremen in der Bundeshauptstadt – mehrere tausend Besucherinnen und Besucher nehmen jährlich an den Veranstaltungen in der Landesvertretung teil.
Mehr Informationen: www.landesvertretung.bremen.de

Fotos: Stefan Maria Rother