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Der Senator für Inneres

Außenhandel des Landes Bremen mit südeuropäischen Krisenstaaten

21.11.2012

Von Januar bis August 2012 hat sich der Außenhandel des Landes Bremen mit den Ländern Portugal, Italien, Griechenland und Spanien, den südeuropäischen Staaten in der Krise, ausgeweitet. Der Warenhandelssaldo (Ausfuhr minus Einfuhr) mit diesen Ländern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 Prozent auf rund 750 Millionen Euro (Januar bis August 2009: rund 400 Millionen Euro). Dabei wuchsen die Ausfuhren in diesen Ländern deutlich um 11,9 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro an, bei den Einfuhren aus diesen Ländern wurde ein leichter Zuwachs um 4,0 Prozent auf rund 450 Millionen Euro ermittelt.

Größter Handelspartner des Landes Bremen unter den südeuropäischen Krisenstaaten ist bei den Ausfuhren Italien (71,7 Prozent), gefolgt von Spanien (21,9 Prozent) sowie Portugal (5,3 Prozent) und Griechenland (1,1 Prozent).

Eine Betrachtung nach den einzelnen Ländern zeigt, dass der Außenhandel Bremens mit Griechenland von Januar 2012 bis August 2012 von einem Überschuss im Jahr 2009 (Januar bis August 2009) von rund 18,5 Millionen Euro auf nur noch knapp 1 Million Euro zurück gefallen ist. Griechenland hat seitdem spürbar weniger deutsche Waren aus Bremen bezogen und wenig mehr griechische Waren über Bremen nach Deutschland exportiert. Der Außenhandelssaldo ist nunmehr annähernd ausgeglichen. Ein ähnliches Bild liefert der Handelsaustausch mit Portugal. Hier war allerdings der Rückgang der Ausfuhren über Bremen nach Portugal geringer, dafür aber die Zunahme der Einfuhren portugiesischer Waren erheblich kräftiger.

Demgegenüber stieg der Außenhandelssaldo mit Italien stark an. Verglichen mit dem Zeitraum Januar bis August 2009 verdoppelte sich dieser annähernd im Jahr 2012 auf rund 0,5 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Italien stiegen kräftig, während die Einfuhren spürbar sanken. Auch der Außenhandelssaldo mit Spanien hat sich kräftig ausgeweitet und betrug im Zeitraum Januar bis August 2012 rund 160 Millionen Euro (Januar bis August 2009: rund 85 Millionen Euro).

Alles in allem zeigt sich, dass der Handel mit den - aus der Sicht des bremischen Außenhandels - "kleinen" südeuropäischen Krisenländern (Portugal und Griechenland) mittlerweile fast ausgeglichen ist, während er sich mit den größeren südeuropäischen Handelspartnern annähernd verdoppelt hat. Zusammengenommen haben Produkte aus bremischer Herstellung und aus Bremen exportierte Handelsware deutliche Zuwächse erzielt.

Hinweis:
Weitere Auskünfte erteilt Wolfgang Kobbe, Statistisches Landesamt Bremen, Telefon: (0421) 361 2255, wolfgang.kobbe@statistik.bremen.de