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Senatskanzlei

Bremer Kunst in Berlin – Ausstellung Olaf Schlote|Transit in der Bremer Landesvertretung eröffnet

01.11.2012

Bremen ist ein kreatives Bundesland. Und diese Kreativität präsentiert der Zwei-Städte-Staat auch in der Bundeshauptstadt. In Zusammenarbeit mit der Weserburg | Museum für moderne Kunst zeigt die Bremer Landesvertretung in Berlin Olaf Schlote| Transit. Zur Ausstellungseröffnung am 31. Oktober sprachen Bremens Bevollmächtigte beim Bund, Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Weserburg-Direktor Carsten Ahrens und der Kunsthistoriker Klaus Honnef. Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt: „Mit der Ausstellung zeigen wir aufs Neue, wofür unser Bundesland mit seinen Städten Bremen und Bremerhaven steht. Für Kunst- und Kultur, für die Kreativwirtschaft, für sehenswerte Museen und hörenswerte Orchester. All das ist uns genauso wichtig wie unsere weiteren Leuchttürme: Luft- und Raumfahrt, Häfen und Logistik, Polarforschung und eine Exzellenzuniversität, die Lebensmittelwirtschaft, regenerative Energien und der Automobilbau.“

Ausstellungseröffnung in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit Klaus Honnef, Olaf Schlote, Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Weserburgdirektor Carsten Ahrens (v.l.n.r.), JPG, 108.4 KB
Ausstellungseröffnung in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit Klaus Honnef, Olaf Schlote, Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Weserburgdirektor Carsten Ahrens (v.l.n.r.)

Die Bildwelten des Bremer Fotografen Olaf Schlote beschreiben eine leicht zu übersehende Wirklichkeit. In ihnen verschmelzen die Sichtbarkeit, zentrales Charakteristikum der Fotografie, und das Nicht-Sichtbare der emotionalen Erfahrung, Fluchtpunkt aller Kunst. Jenseits der hektischen Flut der hochglanzpolierten Images unserer Zeit schafft Olaf Schlote mit dem Licht der Fotografie seine ganz eigene Welt, eine Welt der intensiv erlebten Momente und Augenblicke. Auf seinen Streifzügen durch die Areale des Wirklichen, auf seinen Reisen durch Europa, auf den Erkundungen in die seine Heimatstadt umgebenden Landschaften und an den verwunschenen Orten des Bremer Hafens oder auch auf seinen Grenzgängen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze findet Olaf Schlote die Momente, an denen sein Blick haften bleibt. Es sind Momente, in denen die Sichtbarkeit eines Ortes verschmilzt mit den Erinnerungen, die er auszulösen vermag.

Olaf Schlote gelingt in seinen Fotografien die Weitung der vermeintlich abgebildeten Realität in einen Raum der Ahnung, der Emotion, der Erinnerung. Gerade in seinen jüngsten Arbeiten, die sich ganz dem Thema der Erinnerung widmen, wird dabei die immense politische Dimension deutlich, die der Erinnerungskultur gerade in Deutschland zukommt. Indem der Künstler das vermeintlich faktische Instrument der Fotografie mit seinen ausgefeilten Techniken mit dem Raum einer inneren Wahrnehmung verschmelzen lässt, gewinnt das eigentlich nicht Sichtbare in seinen Werken künstlerische Gestalt, wird spürbar, ist zu erahnen, wird wahrnehmbar im Resonanzraum der gefühlten Gedankenwelt.

Das Plakat zur Ausstellung, jpg, 10.8 KB
Das Plakat zur Ausstellung

Die Ausstellung Olaf Schlote | Transit in der Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, endet am 30. April 2013. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr. Freitag 10 bis 14 Uhr. Weitere Informationen: www.landesvertretung.bremen.de
Die Bremer Landesvertretung ist ein Haus für die Kunst. Die künstlerische Ausgestaltung wird von wechselnden Kuratoren aus dem Kreis der Museen in der Metropolregion Bremen-Oldenburg übernommen. Die Weserburg und die Bremer Kunsthalle präsentierten sich bereits in mehreren Ausstellungen. Zu den Highlights der vergangenen Jahre gehörten zum Beispiel die Ausstellungen „Fetting | Middendorf | Salomé | Zimmer – Werke aus der Sammlung Böckmann“, die „Seestücke“ von Hans Wilhelm Sotrop, „Max Liebermann und die Woldes – der Berliner Maler und ein Bremer Sammlerpaar“ und eine „Hommage an Paula Modersohn-Becker.“

Fotos: Presssetelle der Bremer Landesvertretung in Berlin