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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Bahnhöfe in Bremen und Bremerhaven: von "sehr gut" bis "ausreichend"

11.10.2012

Nicht nur der jüngst zum "Bahnhof des Jahres" gekürte Hauptbahnhof in Bremen kann sich sehen lassen, auch der Bremerhavener Hauptbahnhof mit seiner frisch wiederhergestellten großzügigen Empfangshalle und den neuen Bahnsteiganlagen hat Bestnoten bekommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachter, der im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr (SUBV) und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen alle Bahnhöfe im Land Bremen einem intensiven Qualitätscheck unterzogen hat. Neben modernen Fahrzeugen und kurzen Fahrzeiten ist für die Attraktivität des Schienennahverkehrs auch die Qualität der Zugangsstellen, der Bahnhöfe von hoher Bedeutung.

Der Gutachter beurteilt dabei streng aus Kundensicht, so führen zum Beispiel unzureichende oder falsche Kundeninformationen sofort zu einer Abwertung einer Station. Der Testsieger im Land Bremen ist dabei eine Station, die erst seit wenigen Jahren wieder im Personenverkehr angefahren wird: der Bahnhof Bremen-Farge. Hier stimmt nach Ansicht des Gutachters einfach alles: die Warteflächen, die Zuwegungen, die Stellplätze für Autos und Fahrräder, der Komfort beim Einstieg in die Regio-S-Bahn, die Sauberkeit, das subjektive Sicherheitsgefühl - so wie es sich der Kunde wünscht, hier konnte eine glatte "eins" vergeben werden.

Bei anderen Stationen gibt es noch Potential nach oben. Insbesondere sind Verschmutzungen wie Graffiti ärgerlich. Als Negativbeispiel im Land Bremen ist der Personentunnel am Bahnhof Sebaldsbrück identifiziert. Eine gute Nachricht: gänzlich "durchgefallen" ist keine Station. Unzumutbare Bahnhofssituationen gibt es in Bremen nicht mehr. Damit macht sich das Investitionsprogramm der vergangenen Jahre deutlich bemerkbar.

Nach Bekanntwerden der Ergebnisse ist der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr auf die Stationsbetreiber DB Station&Service sowie Farge-Vegesacker Eisenbahn zugegangen und hat die möglichst zeitnahe Beseitigung der festgestellten Schwachpunkte gefordert. Bereits umgesetzt sind beispielsweise Grundreinigungen an den Bahnhöfen in Bremen-Walle und Hemelingen oder die Beseitigung von Pflasterschäden in Bremen-Burg. Bei der FVE wurden defekte Uhren instand gesetzt.

Um den guten Standard zu halten und eine schrittweise Verbesserung bei den noch mit Mängeln behafteten Bahnhöfen zu erreichen, wird der Qualitätscheck im kommenden Jahr wiederholt.