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Der Senator für Inneres

Industrie im Land Bremen: Stabiler Zustand, ungewisse Perspektiven

Das Statistische Landesamt teilt mit:

31.08.2012

Der Umsatz der bremischen Industriebetriebe stieg im 1. Halbjahr 2012 trotz leicht eingetrübter Auftragslage um 8,7 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Die Umsätze mit Kunden aus dem Ausland erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 7,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Die Bestellung von bremischen Produkten ging dabei im 1. Halbjahr 2012 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

Die Beschäftigungssituation zeigte sich in der bremischen Industrie bisher stabil. Rund 2 000 Personen (+ 4,4 Prozent) wurden insgesamt im 1. Halbjahr 2012 mehr beschäftigt als noch im 1. Halbjahr 2011. Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen werden nicht erfasst. Das Niveau der Vorkrisenjahre konnte jedoch noch nicht in allen Branchen erreicht werden.

Der für Bremen bedeutende Fahrzeugbau erwirtschaftete im 1. Halbjahr ein deutliches Umsatzplus von 8,2 Prozent. Die Auftragseingänge blieben aber insbesondere zu Beginn des Jahres hinter den Erwartungen zurück. Im 2. Quartal 2012 waren die Auftragsbücher mit einem Plus von 11,8 Prozent merklich besser gefüllt als im Vorjahreszeitraum. Im gesamten 1. Halbjahr 2012 arbeiteten 194 Personen ( 0,2 Prozent) weniger im bremischen Fahrzeugbau als im 1. Halbjahr des Vorjahres.

Die Entwicklung im 2. Quartal 2012 war in der gesamten Industrie leicht positiv. Die Umsätze der bremischen Industriebetriebe stiegen um 2,9 Prozent und auch die Bestellungen in der gesamten Industrie stiegen um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal an. Der aktuelle Rand gibt hingegen Hinweise auf eine abgeschwächte Konjunktur auch im Land Bremen. Im Monat Juni wurde bei den Herstellern von Vorleistungsgütern erstmals seit Ende 2010 wieder ein Umsatzrückgang ( 1,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet.

Hinweis:
Weitere Auskünfte erteilt Kirsten Untz, Telefon: (0421) 361 6067, E-Mail: kirsten.untz@statistik.bremen.de