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Senatskanzlei

Bürgermeister Böhrnsen unterzeichnet Rahmenvereinbarung mit Verband Deutscher Sinti und Roma

17.07.2012

Die nunmehr 600-jährige Geschichte der deutschen Sinti und Roma ist heute (17.07.2012) mit der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung durch Bürgermeister Jens Böhrnsen und dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Bremen e.V., Romano Hanstein, im Kaminsaal des Rathauses freundschaftlich besiegelt worden.

Bürgermeister Jens Böhrnsen und Romano Hanstein bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung, jpg, 198.3 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen und Romano Hanstein bei der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung

Damit würdigt der Senat die Historie der deutschen Sinti und Roma und erkennt ihre ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Identität an. Bürgermeister Böhrnsen sagte in seiner Dankesrede: „Damit wird eine langjährige Freundschaft und Beziehung in eine besondere Form gegossen.“ Er erinnerte daran, dass Bremen in der Regierungszeit von Bürgermeister Klaus Wedemeier den 16. Dezember als Gedenktag an den Völkermord an Sinti und Roma in den Bundesrat eingebracht habe. Jährlich stünden nun an diesem Tag die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer den Sinti und Roma für Gespräche zur Verfügung.

Nach Rheinland-Pfalz ist Bremen das zweite Bundesland, das die Partnerschaft mit einer derartigen Rahmenvereinbarung beschließt.
Der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, dankte dem Bürgermeister und dem Bremer Senat für dieses positive Zeichen. „Damit wird in menschlicher Form zum Ausdruck gebracht, dass Sinti und Roma in den Ländern angekommen sind, in denen sie bereits Jahrzehnte leben.“

Mit der Vereinbarung fördert der Senat das Gedenken an die Geschichte der Sinti und Roma mit Verfolgung und systematischem Völkermord. Im Bereich von Sprache, Kultur und Bildung möchte der Bremer Senat u.a. die Bildungsbeteiligung und den Bildungserfolg von Sinti- und Roma-Kindern verbessern, indem er neben allgemeinen schulischen Angeboten geeignete zielgruppenspezifische Maßnahmen realisiert. Der Senat begrüßt weiterhin die Initiative des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, in staatlichen Einrichtungen der Kinderbetreuung und Bildung eigene Angebote zur Erhaltung der Kultur und der Sprache bereitzustellen.

Auf der Grundlage von Maßnahmen zur Integration von Sinti und Roma ist mit der Rahmenvereinbarung eine Grundlage erarbeitet worden, die das Ziel hat, die Teilhabe der in Bremen lebenden Sinti und Roma am kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben zu fördern.

Die Rahmenvereinbarung finden Sie hier... (pdf, 16.3 KB)

Foto: Senatspressestelle