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Der Senator für Inneres

Bremen hat das Vorkrisenniveau übertroffen

Erste Ergebnisse zur gesamtwirtschaftlichen Leistung der Länder nach neuer Wirtschaftszweiggliederung

05.07.2012

Im Bundesland Bremen war die wirtschaftliche Dynamik im Gefolge der Großen Krise deutlich expansiver als im Bundesschnitt. Das Niveau der Gesamtwirtschaft im Jahr 2008 wurde bereits im Jahr 2011 übertroffen. Demnach wuchs das preisbereinigte BIP im Jahr 2010 um 5,7 Prozent und im Jahr 2011 um 3,9 Prozent.

Dies teilt das Statistische Landesamt Bremen als Mitglied des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL) mit. Erstmals werden detaillierte Länderergebnisse des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Bruttowertschöpfung (BWS) für die Hauptwirtschaftsbereiche in der neuen Wirtschaftszweiggliederung WZ 2008 vorgestellt. Im Zuge der umfassenden Revisionsarbeiten in den regionalen VGR werden dabei zunächst die Ergebnisse für die Berichtsjahre 2008 bis 2011 veröffentlicht. Wie bei großen Revisionen üblich, gehen die Neuberechnungen mit deutlichen Anpassungen der Vorjahre einher.

Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung in Bremen hatte die Industrie. Die preisbereinigte Leistung brach krisenbedingt im Jahr 2009 um rund 30 Prozent ein, und damit spürbar stärker als im Bundesschnitt. Im Anschluss erfolgte der Wiederanstieg vor allem durch die Auslandsnachfrage. Im exportstarken Bundesland Bremen nahm aus diesem Grund die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe mit Raten von 22,8 bzw. 10 Prozent in den Jahren 2010 und 2011 zu. Insbesondere im Fahrzeugbau waren die Zuwachsraten kräftig im Plus.

Auch im Bereich Handel und Verkehr, traditionell ein für Bremen wichtiger und bedeutender Wirtschaftsbereich, war das Expansionstempo hoch. Die übrigen Dienstleistungsbereiche, allen voran unternehmensnahe Dienstleistungen, schnitten demgegenüber unterdurch¬schnitt-lich ab, lagen aber ebenso im Plus.

Alles in allem belegen die Neuberechnungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich der Wirtschaftsstandort Bremen in den vergangenen beiden Jahren verbessert hat. Auch wenn die Krise für Bremen einen historisch kräftigen Verlust an Wirtschaftsleistung mit sich brachte, zeigten die nachfolgenden Jahre eindrucksvoll die Umkehrleistung.

Weitere Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung in den Bundesländern sowie Erläuterungen zur Methode und Veröffentlichungstiefe bei der Fortschreibung des Bruttoinlandsprodukts stehen im Internetangebot des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" unter www.vgrdl.de zur Verfügung.

Hinweis:
Eine detaillierte Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gibt das Statistische Landesamt Bremen im Rahmen des 6. Bremer Konjunkturgesprächs am 12. Juli 2012 im Bremer Rathaus.

Die interessierte Öffentlichkeit ist hierzu willkommen.

Erforderlich ist dafür lediglich eine formlose Teilnahmebestätigung an: konjunkturgespraeche@statistik.bremen.de.

Weitere Auskünfte erteilt Dr. Andreas Cors, Telefon: 0421-361-2142.

Tabelle:

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