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Der Senator für Finanzen

„Demokratie braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren“

Obervielander Schüler befragen Finanzsenatorin Karoline Linnert

05.07.2012

Warum sind Sie Politikerin geworden? Wird Bremen irgendwann schuldenfrei sein? Diese und viele andere Fragen stellten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Obervieland Finanzsenatorin Karoline Linnert. Sie waren zusammen mit ihrem Politiklehrer Ulrich Maas ins Haus des Reichs – dem Dienstsitz der Senatorin - gekommen, um Informationen aus erster Hand zur Bremer Haushaltslage zu bekommen.

Die Obervieländer Schülerinnen und Schüler mit Lehrer Ulrich Maas im Haus des Reichs, dem Dienstsitz der Finanzsenatorin, JPG, 195.4 KB
Die Obervieländer Schülerinnen und Schüler mit Lehrer Ulrich Maas im Haus des Reichs, dem Dienstsitz der Finanzsenatorin

„Ich freue mich, wenn sich Schülerinnen und Schüler mit der Bremer Haushaltspolitik auseinandersetzen. Keine leichte Kost, aber es lohnt sich“, begrüßte die Finanzsenatorin die Obervielander. Finanzpolitik sei keine Geheimwissenschaft, aber die vielen Fachausdrücke schreckten ab. „Nur wer sich mit den Zahlen und Fakten auseinandersetzt, erkennt, wie wichtig die Schuldenbremse ist. Immer mehr Schulden machen wäre unverantwortlich. Im Sinne einer generationengerechten Politik müssen wir jetzt dafür sorgen, dass auch unsere Nachfolger noch Handlungsspielräume haben.“ Ein schuldenfreies Bremen hält die Finanzsenatorin in absehbarer Zeit für eine Illusion: „Es wird schwer genug, wie geplant ab 2020 keine neuen Schulden mehr aufzunehmen. Dann bleibt immer noch das Problem der Altschulden, das Bremen aus eigener Kraft unmöglich bewältigen kann. Darüber werden wir im Rahmen der Verhandlungen über einen neuen Länderfinanzausgleich mit Bund und Ländern diskutieren.“

Eine Laufbahn als Berufspolitikerin hatte Karoline Linnert nicht angestrebt. „Es hat sich so ergeben“, berichtet sie im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern. Das Thema Umweltverschmutzung habe sie schon früh beschäftigt. „Ich habe mich über den sorglosen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen aufgeregt und bin politisch aktiv geworden. Demokratie funktioniert nicht, wenn alle nur zu sehen. Eine lebendige Demokratie braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren.“

Foto: Senatorin für Finanzen