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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Meinungsforschungsinstitut ermittelt im Auftrag der Sozialsenatorin Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren

Anja Stahmann bittet alle angeschriebenen Eltern um Teilnahme

25.05.2012

Welche Betreuungswünsche haben Eltern mit Kindern unter drei Jahren? Wie viele Stunden Betreuung wollen Eltern in Anspruch nehmen? In welchem Alter wollen sie ihre Kinder anmelden? Oder würden sie ein Betreuungsgeld vorziehen, falls die Bundesregierung es gegen alle Widerstände einführen würde? Mit Fragen wie diesen will die Stadtgemeinde Bremen in den kommenden Wochen ermitteln, wie groß die Nachfrage nach Kinderbetreuung bei Kindern unter drei Jahren ist. „Wir brauchen diese Daten als verlässliche Planungsgrundlage“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen.

Beauftragt ist das Meinungsforschungsinstitut forsa. Anders als in üblichen Studien werden die Sozialforscher sich nicht darauf beschränken, eine Stichprobe zu erheben. „Es handelt sich praktisch um eine Vollerhebung“, erläutert Anja Stahmann. Eingeladen, an der Befragung teilzunehmen, sind alle Eltern mit Kindern, die nach dem 31. Juni 2010 geboren sind, die also am 1. August 2013 jünger als drei Jahre sind. Familien mit mehreren Kindern im betreffenden Alter brauchen den Fragebogen allerdings nur einmal auszufüllen.

Der Ablauf der Befragung gestaltet sich folgendermaßen: Die Eltern haben am Mittwoch einen Brief der Senatorin bekommen mit der Bitte, sich per E-Mail bei forsa anzumelden. Die E-Mailadresse hat forsa gestern gegen Mittag freigeschaltet. Von dem Institut bekommen Eltern ebenfalls per E-Mail alle Informationen und einen Link, der sie zu der Befragung führt. Sie wird online am Bildschirm ausgefüllt. Die Beantwortung dauert etwa 20 Minuten, die Erhebung und Auswertung findet anonym statt.

Nach Auskunft der Meinungsforscher ist die online-Befragung für die Planungszwecke der Sozialbehörde besser geeignet als jedes andere Vorgehen. „Bei keiner anderen Methode ist nach den Erfahrungen der Experten der Rücklauf ähnlich hoch“, erläuterte Senatorin Anja Stahmann. Ein weitere Vorzug: Mit Telefoninterviews oder Fragebögen in Papierform wäre eine Befragung aller Eltern zu aufwändig. „Dann hätte man sich auf eine Stichprobe beschränken müssen.“ Nach Auskunft von forsa verfügen über 90 Prozent der Eltern mit Kindern in diesem Alter über einen Internet-Anschluss. „Die wenigen Eltern, die keinen eigenen Anschluss haben, können die öffentlichen Internetzugänge zum Beispiel in den Stadtbibliotheken oder Bürgerhäusern nutzen“, sagte Anja Stahmann weiter. „Und in Einzelfällen ermöglichen wir auch eine Teilnahme direkt im Sozialressort.“

Angeschrieben werden die Eltern auf Grundlage der Einwohnermeldedaten vom 30. April dieses Jahres, das sind mehr als 7.000 Familien. Kinder, die erst danach im Einwohnermelderegister erfasst oder geboren sind, werden nicht automatisch angeschrieben. Sie können sich an die Sozialbehörde wenden und dort um die Zusendung des Links bitten, damit sie an der Umfrage teilnehmen können.

Anja Stahmann: „Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage. Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, desto verlässlicher werden die Ergebnisse und desto belastbarer sind die Daten für alle weiteren Planungen.“