Sie sind hier:

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Günthner: Die bremischen Häfen erleben das beste Quartal ihrer Geschichte

24.05.2012

Die bremischen Häfen sind mit großer Dynamik ins Jahr 2012 gestartet: „Nach dem historischen Rekordergebnis des Jahres 2011 legte der Seegüterumschlag im ersten Quartal erneut kräftig zu“, sagte Häfensenator Martin Günthner am Donnerstag (24.05.2012). In den Monaten Januar bis März 2012 – dem bisher erfolgreichsten Quartal der bremischen Hafengeschichte – stieg der Gesamtumschlag in den Zwillingshäfen von 18,9 auf 21,7 Millionen Tonnen. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 bedeutete dies ein starkes Plus von 15,2 Prozent.

Der Empfang von Seegütern stieg an der Weser im ersten Vierteljahr um 12,2 Prozent auf 10,9 Millionen Tonnen, der Versand nahm sogar um 18,3 Prozent auf 10,8 Millionen Tonnen zu. Günthner: „Die bremischen Häfen konnten auch deshalb so stark zulegen, weil sie bestens auf den aktuellen Anstieg der deutschen Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union vorbereitet sind.“

Der boomende Containerumschlag hat das Wachstum an den bremischen Kajen im ersten Quartal 2012 besonders stark belebt. Das Containerergebnis stieg um beachtliche 13,6 Prozent auf 1,61 Millionen TEU (Januar bis März 2011: 1,41 Millionen TEU), das Gesamtgewicht der Container um 20,9 Prozent auf 17,5 (14,5) Millionen Tonnen. Bremerhaven erzielte das deutlich stärkste Wachstum unter Europas vier großen Containerhäfen. Zum Vergleich: Der Hamburger Hafen legte im ersten Vierteljahr auf TEU-Basis um 5,2 Prozent zu, bei Antwerpen war es ein Plus von lediglich 0,7 Prozent, während in Rotterdam ein Minus von 3,9 Prozent zu Buche schlug.

Beim Gesamtstückgut – Container plus nicht in Containern gestaute Stückgutladung – stieg die Umschlagsmenge in den bremischen Häfen im ersten Quartal auf 19,5 Millionen Tonnen (plus 16,6 Prozent, nach 16,7 Millionen Tonnen im ersten Quartal 2011). Dem stand beim Massengut ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber, und zwar von 2,2 auf 2,3 Millionen Tonnen. Während die Hafenunternehmen in Bremerhaven ihren Umschlag von 15,7 auf 18,7 Millionen Tonnen steigerten (plus 19,3 Prozent), gab es am Standort Bremen-Stadt einen Rückgang von 3,2 auf 3,0 Millionen Tonnen (minus 5,0 Prozent).

Europas größter Autohafen in Bremerhaven konnte den Umschlag von Fahrzeugen im ersten Quartal 2012 von 485.894 auf 528.883 Einheiten steigern (plus 8,8 Prozent). Dagegen ging der Umschlag von Eisen- und Stahlprodukten in den bremischen Häfen von 0,82 auf 0,64 Millionen Tonnen um 21,1 Prozent zurück. Der Umschlag von Getreide und Futtermitteln fiel mit 0,23 Millionen Tonnen genauso hoch aus wie im ersten Quartal 2011. Dem stand beim Empfang von Erzen ein Anstieg von 32,8 Prozent auf 1,1 (0,8) Millionen Tonnen gegenüber.

Wie stark die logistischen Aktivitäten in Bremen und Bremerhaven im ersten Quartal 2012 zugenommen haben, zeigt auch der Blick auf die Zahl der Handelsschiffe: Bremen und Bremerhaven wurden von Januar bis März dieses Jahres von 1975 Schiffen angelaufen, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1851).

Senator Martin Günthner: „Um die Position der bremischen Häfen weiter zu stärken, muss auch in Zukunft bedarfsgerecht in die öffentliche Infrastruktur investiert werden. Dafür schafft der jetzt verabschiedete Doppelhaushalt die erforderlichen investiven Möglichkeiten.“ Weiter hob Günthner die Notwendigkeit hervor, die Weservertiefung möglichst zeitnah umzusetzen. „Dies ist für die Zukunft der Containerverkehre eine zentrale Maßnahme.“