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Sonstige

Deutlicher Anstieg der Zuzüge nach Bremen im Jahr 2011

Das Statistische Landesamt informiert:

22.05.2012

Im Jahr 2011 sind insgesamt 32 626 Personen in das Land Bremen zugezogen – 1 180 Personen mehr als im Vorjahr und ein Maximum seit 1992. Zudem wurden nach den noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes Bremen 29 618 Fortzüge registriert, 937 weniger als im Jahr 2010. Daraus ergibt sich ein Wanderungsüberschuss von 2 708 Personen (2010: 891).
Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf die Zunahme der Zuwanderungen aus dem Ausland, deren Anzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1 101 auf 9 927 erhöht. Da gleichzeitig die Fortzüge um 2 132 auf 6 655 zurückgingen, beträgt der Wanderungsgewinn mit dem Ausland 3 272 Personen (2010: 39).

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Mit 5 869 Personen hatten die EU-Staaten (EU-27) den größten Anteil an den Zuzügen aus dem Ausland, vor allem aus Polen mit 1 420, Bulgarien mit 1 404, Rumänien mit 481, Spanien mit 467, Italien mit 322, Frankreich mit 244, Großbritannien mit 221 und Griechenland mit 187 Personen. Aus dem übrigen Europa waren 1 288 Personen zugewandert, davon 568 aus der Türkei. Weitere 1 590 neue Bürger kamen aus asiatischen, 694 aus amerikanischen und 409 aus afrikanischen Ländern nach Bremen. In Aufrechnung mit der Anzahl der jeweils in diese Regionen Abgewanderten ergab sich „unter dem Strich“ für das Land Bremen ein Zugewinn von 2 372 Einwohnerinnen und Einwohnern aus EU-Staaten, darunter 617 aus Polen, 567 aus Bulgarien, 268 aus Spanien, 199 aus Italien und 158 aus Rumänien sowie 590 aus Asien und 172 aus Afrika.

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Der Wanderungsaustausch des Landes Bremen mit den anderen Bundesländern war dagegen negativ. Zwar ist die Zahl der Zuzüge im Vergleich zu 2010 um 79 auf 22 699 angestiegen, jedoch sind auch 23 263 Personen aus Bremen fortgezogen, 1 495 mehr als im Jahr davor. Daraus ergibt sich ein Einwohnerverlust von 564 Personen (2010: +852). Insbesondere gegenüber den anderen Stadtstaaten hat das Land Bremen Einwohner verloren. Hier ergab die Bilanz aus Zu- und Fortzügen einen Verlust von 487 Einwohnern an Hamburg und 311 an Berlin. Auch nach Bayern und Baden-Württemberg wanderten 253 bzw. 216 mehr Personen ab als von dort zuzogen. Einwohner gewinnen konnte Bremen dagegen aus den Wanderungsbewegungen von und nach den norddeutschen Flächenländern. So waren die Zuzüge aus Niedersachsen um 195, aus Schleswig-Holstein um 119 und aus Mecklenburg-Vorpommern um 107 höher als die jeweiligen Fortzüge dorthin.

Für weitere Informationen steht Ihnen Norbert Piossek unter der Telefonnummer 0421/361 2811 zur Verfügung.

Die Tabellen im PDF-Download:
Abbildung 1 (pdf, 1.9 MB)
Abbildung 2 (pdf, 1.9 MB)