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Paneuropa-Rösch und Kornkraft Naturkost gewinnen den Klimaanpassungswettbewerb „Fit für den Klimawandel“ 2012

Auszeichnung in der Kategorie Idee geht an Ernst Petershagen

09.05.2012

Die Projekte „Notwendige Klimaanpassungsstrategien einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Logistik“ und „Energie der Zukunft“ sind die Siegerprojekte des Klimaanpassungswettbewerbs „Fit für den Klimawandel“ 2012. Die Paneuropa-Rösch GmbH aus Vechta und die Kornkraft Naturkost GmbH aus Großenkneten teilen sich den Preis in der Kategorie „UMGESETZTES PROJEKT“ im Wettbewerb um herausragende Lösungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Metropolregion Bremen-Oldenburg. Die unabhängige Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft war von den Projekten so überzeugt, dass sie am Dienstag (08.05.2012) entschied, den Hauptpreis an beide zu vergeben. In der Kategorie „IDEE“ setzte sich die Ernst Petershagen GmbH & Co.KG aus Delmenhorst mit dem Projekt „Asphaltexperten“ gegen die Konkurrenz durch.

Die Finalisten des Wettbewerbs
Die Finalisten des Wettbewerbs "Fit für den Klimawandel" 2012 nebst Umweltsenator Dr. Joachim Lohse, Landrat Dr. Jörg Mielke, Syndicus der Handelskammer Dr. Andreas Otto und Dr. Paul Dostal vom Projektträger KLIMZUG im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Den mit einem Gesamtpreisgeld von 15.000 Euro dotierten Preis ermöglichen das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte KLIMZUG-Projekt ‚nordwest2050‘ und der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. Gesucht waren einerseits bereits umgesetzte beziehungsweise in der Implementierung befindliche Maßnahmen. Andererseits stand es jedem frei, sich mit Ideen zu bewerben, die geeignet sein könnten, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Am Abend der feierlichen Preisverleihung in der Handelskammer Bremen würdigten Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen, und Landrat Dr. Jörg Mielke, Landkreis Osterholz, zugleich 1. Vorsitzender des Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V., einer der Partner im Projekt ‚nordwest2050‘, gemeinsam das Engagement der fünf Finalisten, sich frühzeitig an die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen. Umweltsenator Lohse, der Mitglied im Projektbegleitkreis des Forschungsprojekts ist, bekräftigte in seiner Rede die richtungsgebende Rolle von ‚nordwest2050‘. Es seien oft die kleinen Ideen und Innovationen, die die Bandbreite möglicher Anpassungsmaßnahmen aufzeigten. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass die Vermeidung von CO2-Emissionen als zentrale Aufgabe bestehen bleibt: „Wir müssen die Anstrengungen zum Klimaschutz deutlich verstärken, damit Klimaanpassung überhaupt machbar und bezahlbar wird.“ Dr. Jörg Mielke lobte den Vorbildcharakter der Siegerprojekte, die dazu beitrügen, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten zu erhalten und zu steigern. „Mit dem Thema Klimaanpassung spiegelt ‚nordwest2050‘ein Handlungsfeld der Region wider, das für die Zukunft von essentieller Bedeutung ist. Mit der Unterstützung des Preises honorieren wir die Charaktereigenschaft der Menschen hier im Nordwesten, neuen Herausforderungen mit mutigen und frischen Ideen zu begegnen.“

Prof. Dr. Klaus Töpfer, der seine Teilnahme an der Preisverleihung aus persönlichen Gründen kurzfristig absagen musste, übersandte dennoch Grüße nach Bremen und lobte die Fortschritte des Projektes, welches er als Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies von Beginn an begleitet. So liefere ‚nordwest2050‘ eine wichtige wissenschaftliche Basis und entwickele darüber hinaus konkrete Innovationsprojekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, wie die Arbeiten in der Land-, Energie- und Hafenwirtschaft zeigten. „Industrieländer haben die Verantwortung, Entwicklungsländer bei der Anpassung zu unterstützen, aber auch Innovationslabor für intelligente Adaptionslösungen zu sein. Hier leistet ‚nordwest2050‘ einen wichtigen Beitrag, wie nicht nur der Wettbewerb „Fit für den Klimawandel“ beweist.“ Töpfer sieht darüber hinaus auch im Erkennen aktueller und künftiger Bedarfe eine ökonomische Chance für die Region.

Der zweite Durchlauf des Wettbewerbs „Fit für den Klimawandel“ startet 2013.

Die Gewinnerprojekte:

Kategorie >> UMGESETZTES PROJEKT

>>Notwendige Klimaanpassungsstrategien einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Logistik
Um den Folgen des Klimawandels gezielt zu begegnen, hat das Logistikunternehmen Paneuropa-Rösch aus Vechta verschiedene Anpassungsmaßnahmen umgesetzt. So wurden Kühltrailer für den Kombinierten Verkehr und eine Überwachungssoftware entwickelt, um eine lückenlose Kühlkette für temperaturgeführte Güter zu garantieren. Fahrzeuge wurden zu dem mit modernisierten Standklimaanlagen ausgestattet und die Farbe des Führerhauses von dunkel auf hell umgestaltet, um die Konzentrationsfähigkeit der Fahrer an extremen Sommertagen zu gewährleisten. Darüber hinaus wurden Ausweichstrecken gesucht, die den Warenaustausch nach Südeuropa sicherstellen, falls es durch Extremwetterereignisse oder Gletscherschmelze in den Alpenregionen zu Verzögerungen kommt.
Ansprechpartner: Marek Dolinski, Vertriebsleiter; www.paneuropa.com

„Energie der Zukunft“ | Kornkraft Naturkost GmbH, Großenkneten
Die steigenden Temperaturen bedeuten für den Großhändler Kornkraft Naturkost aus Großenkneten im Landkreis Oldenburg einen erhöhten Kühl- und Strombedarf für das Lebensmittellager. Um die Kälteverluste zu minimieren, wurde bei der Installation der Verbundkühlanlage auf die Anordnung der Waren in den Kühlzellen geachtet: die kälteste Zone liegt innen und die wärmsten außen. Daneben sorgt die Beschattung durch die Kollektoren der betriebseigenen Photovoltaikanlage für eine geringere Erwärmung des Lagergebäudes. Ein Zapfwellen-Stromerzeuger soll kurzfristige Stromausfälle durch Starkwetterereignisse überbrücken und damit die Kühlung sicherstellen.
Ansprechpartner: Joachim Schritt, Geschäftsführer, www.kornkraft.com

Kategorie >>IDEE

„Asphaltexperten“ | Ernst Petershagen GmbH & Co. KG, Delmenhorst
Die schnelle und flexible Reparatur witterungsbedingter Straßenschäden, die durch den Klimawandel zunehmen und die Zulieferketten verschiedenster Branchen gefährden werden, stellt für das Bauunternehmen Ernst Petershagen aus Delmenhorst einen neuen Arbeitsschwerpunkt dar. Für die strategische Erweiterung des Geschäftsbereiches werden die Nachwuchs- und Stammkräfte weitergebildet und Konzepte zur Schnellreparatur optimiert. Bisherige Abläufe und Verfahren für den Beruf des Straßenbauers im Asphaltbereich werden umfangreich überarbeitet und ergänzt.
Ansprechpartner: Ernst Schaffarzyk, Geschäftsführer; www.epd-bau.de

Foto: (c) ecolo/Ingo Wagner