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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Erstmals feierlicher Empfang für Tagesmütter und Tagesväter

Senatorin Anja Stahmann hat 335 Frauen und Männer ins Rathaus eingeladen

03.05.2012
Senatorin Stahmann begrüßt die Tageseltern anlässlich des Empfang zum 10. Jubiläum von PiB
Senatorin Stahmann begrüßt die Tageseltern anlässlich des Empfang zum 10. Jubiläum von PiB

„Tagesmütter und -väter sind wichtige Partner für Eltern und für mich, wenn es um die Betreuung der Jüngsten geht. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz und freue mich, wenn im Laufe der Jahre immer mehr Bremerinnen und Bremer sich für diese Betreuungsform qualifizieren.“ Mit diesen Worten begrüßte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, am Mittwochnachmittag (2. Mai 2012) in der Oberen Rathaushalle Tagesmütter und Tagesväter aus Bremen, die ihrer Einladung gefolgt waren. Anlass für den ersten Empfang dieser Art in Bremen ist das zehnjährige Bestehen von PiB („Pflegekinder in Bremen“). Die gemeinnützige Gesellschaft berät, qualifiziert und vermittelt Tagespflegeeltern seit dem Frühjahr 2002 im Auftrag der Stadt Bremen. „Seitdem ist die Bedeutung dieser sehr flexiblen Betreuungsform ständig gewachsen, besonders für Kinder unter drei Jahren“, sagte Anja Stahmann. Rund 1.000 Kinder werden heute in der Tagespflege betreut, fast doppelt so viele wie zum Beginn der Arbeit von PiB im Jahr 2002. Von den 1.000 Kindern sind rund 700 jünger als drei Jahre.

Monika Krumbholz
Monika Krumbholz

PiB-Geschäftsführerin Monika Krumbholz beschrieb die Kindertagespflege als bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für zahlreiche Mütter und Väter: „Viele junge und berufstätige Familien entscheiden sich für die Tagespflege – auch weil sie mit höchstens fünf Kindern einen überschaubaren und familienähnlichen Rahmen jenseits von Schichtplänen bietet. Knapp die Hälfte der Kinder unter drei Jahren wird in Vollzeit, das heißt: 40 Stunden pro Woche betreut.“ An die Tagesmütter und –väter gewandt sagte sie: „Sie haben dazu beitragen, dass die Kindertagespflege ein fester und anerkannter Bestandteil innerhalb der Kinderbetreuung in dieser Stadt geworden ist, und Sie können noch mehr dazu beitragen. Dazu müssen wir alle zusammenarbeiten – die Tagespflegepersonen, PiB und die Politik. Die Zeit dafür ist reif und könnte nicht besser sein durch den geforderten Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen.“

Mit der steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuung unterliegt auch die Kindertagespflege einem Wandel: Zunehmend entscheiden sich Unternehmen für die Zusammenarbeit mit Tagespflegepersonen, wie Tagesmütter und –väter korrekt bezeichnet werden. Bereitschaftspolizei und Universität haben bereits Betreuung mit der Kindertagespflege im Angebot, im September will auch die Handwerkskammer Bremen – als erste in der Bundesrepublik Deutschland – eine Betreuungsstelle in Betrieb gehen lassen, in den Räumen ihres Kompetenzzentrums HandWERK.

Dr. Eveline Gerszonowicz, verantwortlich für den Bereich „Pädagogik“ beim Bundesverband für Kindertagespflege, nennt die Position von PiB „einzigartig in der Republik“. Die Tatsache, dass in Bremen die gesamte Kindertagespflege von nur einem einzigen Träger organisiert werde, mache die geltenden Qualitätsstandards verbindlich. „Eltern und Tagespflegepersonen werden nicht alleine gelassen. Sie finden die notwendige Unterstützung und Fortbildung, ohne die dieser Bereich nicht bestehen könnte.“

Aufstellung zum
Aufstellung zum "Familienfoto" in der Oberen Rathaushalle

Fotos: Thomas Schütze