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Der Senator für Finanzen

Stille Einlagen bei BLB umwandeln?

Senat prüft Chancen und Risiken / Entscheidung im April

31.01.2012
Finanzsenatorin Karoline Linnert, JPG, 52.3 KB
Finanzsenatorin Karoline Linnert

Im April will der Senat entscheiden, ob er sich für eine Umwandlung der stillen Einlagen bei der Bremer Landesbank (BLB) in unmittelbare Unternehmensanteile ausspricht. Zur Vorbereitung wird eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe aus Vertretern des Finanz- und Wirtschaftsressorts sowie der Senatskanzlei eingerichtet, außerdem werden externe Berater hinzugezogen. Das letzte Wort hat das Parlament. Finanzsenatorin Karoline Linnert betont im Anschluss an die heutige (31.01.2012) Senatssitzung: „Wir werden mit Hilfe unabhängiger Experten die mit unseren Optionen verbundenen Chancen und Risiken prüfen.“

Die Bremer Landesbank hat sich auch in den Krisenjahren als solide Bank mit erfolgreichem Geschäftsmodell bewährt. Sie ist ein wichtiger Partner der regionalen Wirtschaft und Arbeitgeber für über tausend Beschäftigte. „Die Bremer Landesbank ist ein Pluspunkt für den Wirtschaftsstandort Bremen“, erklärt die Finanzsenatorin. „Eine zukunftsfähig aufgestellte BLB ist im Interesse Bremens.“

Zur Stärkung des Eigenkapitals der BLB hat Bremen zwischen 1994 und 2001 stille Einlagen von insgesamt 480 Millionen Euro geleistet. Mit den stillen Einlagen erzielt Bremen bisher einen vertraglich abgesicherten jährlichen Gewinn in Höhe von 7 Millionen Euro – unabhängig von der BLB-Dividendenausschüttung. Zusätzlich besitzt Bremen 7,5 Prozent Anteile an der BLB. Bei einer Umwandlung der stillen Einlagen würde sich dieser Prozentwert deutlich erhöhen. Wie hoch der Anteil ausfallen würde, hängt vom aktuellen Wert der Bank ab. Unabhängige externe Gutachter sollen deshalb bis Mitte März ein Wertgutachten erstellen.

Im Download:
Senatsvorlage „Die Bremer Landesbank – Umwandlung der stillen Einlagen in Stammkapital“ vom 31. Januar 2012 finden Sie hier... (pdf, 176.4 KB)

Foto: Senatspressestelle