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Der Senator für Kultur

"Kultur wird im Wortsinn nahe gebracht" - Bürgermeister Böhrnsen unterstützt neue Netzwerke in der Kultur

Der Senator für Kultur, Quartier und das Theater Bremen teilen mit:

09.01.2012
Bürgermeister Jens Böhrnsen während der Pressekonferenz mit Hans-Georg Wegner (li.), Geschäftsführer Theater Bremen, Marcel Pouplier (2.v.l.) und Andrea Siames, Projektleitung Quartier gGmbH., jpg, 35.2 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen während der Pressekonferenz mit Hans-Georg Wegner (li.), Geschäftsführer Theater Bremen, Marcel Pouplier (2.v.l.) und Andrea Siames, Projektleitung Quartier gGmbH.

Gemeinsam Kinder und Jugendlichen Kultur näher bringen, sie aktiv in künstlerische Prozesse einbeziehen – mit dieser Zielrichtung sind in den vergangenen Monaten eine Reihe von Kooperationen zwischen etablierten Kulturinstitutionen und Einrichtungen, die auf Stadtteilebene arbeiten, entstanden.
"Diese Projekte bieten jungen Menschen einen unkomplizierten Zugang zur Kultur, denn sie kommen in ihrem engsten Lebensumfeld mit künstlerischen Angeboten nicht nur in Kontakt, sondern sie nehmen an professionellen Produktionen teil und werden an ihre eigenen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten herangeführt. So wird Kultur im Wortsinn nahe gebracht, und davon profitiert am Ende die ganze Stadt. Daher werden wir entsprechende Projekte weiter unterstützen und verstärkt den Gremien zur Förderung vorschlagen", so der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen, der sich am heutigen Montag, 9. Januar, über die Zusammenarbeit von Theater Bremen und Quartier gGmbH bei den Inszenierungen von "Land des Lächelns" und "Falsch verliebt" informierte.

"Liebe zwischen den Kulturen ist bei beiden Produktionen das beherrschende Thema, und damit müssen sich auch junge Menschen unserer Zeit zunehmend auseinandersetzen", so Marcel Pouplier, Geschäftsführer von Quartier. Viele Jugendliche würden zudem zum ersten Mal im Rahmen dieser Kooperation das Theater besuchen. "Die unmittelbare Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Stoff ist direkt in unsere Arbeit eingeflossen", erläutert Hans-Georg Wegner, künstlerischer Geschäftsführer des Theater Bremen. Die Zusammenarbeit von Künstlern mit Jugendlichen, die in vielerlei Hinsicht am Rande der Stadt leben, muss sich auf Bruchlandschaften vorwagen, gesellschaftliche Spannungen und Verwerfungen wahrnehmen und diese für die künstlerische Arbeit - und das heißt auch für die Erfahrung der Jugendlichen - produktiv werden lassen, so Pouplier und Wegner weiter.
Beide Partner haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit weiter zu führen, und zwar beim stadtweiten Kinderkulturprojekt "Ich komm als Blümchen wieder", das für den März 2012 geplant ist. Hier werden Künstler und Pädagogen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zum Thema "Leben und Tod" arbeiten. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Ausstellung in der Unteren Rathaushalle zu sehen sein, parallel zu den Aufführungen von Johannes Brahms "Ein Deutsches Requiem" im St. Petri Dom.

Jugendliche proben für das Stück
Jugendliche proben für das Stück "Falsch verliebt"

"Es sind genau diese Projekte, die kulturelle Teilhabe ermöglichen und so der Spaltung unserer Gesellschaft entgegen wirken. Ich freue mich sehr, dass es in jüngster Zeit in Bremen eine Reihe solcher Projekte gegeben hat und dies findet meine Unterstützung ", so Bürgermeister Böhrnsen, der unter anderem auf den "Zoo von Gerhard Marcks" von Kultur vor Ort und Gerhard-Marcks-Haus, die Zusammenarbeit von Bremer Philharmoniker und Bürgerhaus Hemelingen sowie auf "EinwanderHaus" von Quartier und Bremer Shakespeare Company verwies.

Fotos: Jörg Landsberg