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Sonstige

Erste Sonderausstellung nach Wiedereröffnung der Kunsthalle mit Werken von Edvard Munch

Premiere für die neuen Ausstellungsräume

13.10.2011
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Mädchen und drei Männerköpfe, 1895-98

Es war eine kleine Bremer Sensation: 2005 kam hinter dem Gemälde „Das Kind und der Tod“ von Edvard Munch in der Bremer Kunsthalle eine weitere Leinwand zutage mit einem bis dahin völlig unbekannten Bild des Künstlers. Die neu entdeckte Komposition zeigt ein Mädchen und drei Männerköpfe. Beide Bilder stehen nun im Fokus der ersten Sonderausstellung nach der Wiedereröffnung der Bremer Kunsthalle vor rund sieben Wochen. Sie ist zugleich die Premiere für die neuen Ausstellungsräume. „Edvard Munch – Rätsel hinter der Leinwand“ ist der Titel der Schau, der die beiden Gemälde zum Ausgangspunkt einer spannenden Entdeckungsreise macht. Wer sich auf sie einlässt, kann vielfältige Bezüge aufspüren, kann im unmittelbaren Vergleich Bekanntes und Neues entdecken und den eigenen Blick auf die individuelle Bildsprache des Künstlers schärfen.

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Vier Lebensalter, 1902

Die Ausstellung wird offiziell am 15. Oktober eröffnet und ist bis zum 26. Februar 2012 zu sehen. Sie versammelt insgesamt 76 Werke des 1863 in Norwegen geborenen Künstlers, darunter 36 Gemälde und 40 Handzeichnungen sowie Druckgrafiken. Dabei sind Leihgaben aus Privatbesitz, die zuvor noch nie gezeigt wurden – wie das Bild „Eifersucht im Bad“. Hinzu kommt eine ergänzende Präsentation – nämlich eine Begleitausstellung in den nunmehr erweiterten Sälen des Kupferstichkabinetts. Hier sind 50 grafische Arbeiten von Munchs Zeitgenossen (Max Klinger, Odilon Redon und andere) zu sehen, die um die Themen Liebe, Angst und Tod kreisen.

In insgesamt acht Kapiteln werden in der Sonderausstellung die einzelnen Motive vorgestellt, die in dem Bild „Mädchen und drei Männerköpfe“ vereint sind und sich in vielen seiner Werke wiederfinden. Für den Betrachter wird deutlich, dass Munch sich immer wieder mit dem schwierigen Verhältnis der Geschlechter zueinander beschäftigt hat: Keuschheit und Verführung, Unschuld und Begierde, Hingabe und Eifersucht finden sich in einzigartiger Darstellung in zahlreichen seiner Werke. Ein weiteres großes Thema des norwegischen Künstlers ist der Tod – ein eigener Raum spiegelt mit dem wichtigsten Bild „Das Kind und der Tod“ seine ganz persönliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik.

Die Kunsthalle Bremen ist dienstags von 10-21 Uhr, mittwochs bis sonntags von 10-18 Uhr geöffnet.

Fotos: The Munch Museum / The Munch Ellingsen Group / VG Bild-Kunst, Binn 2011