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Der Senator für Inneres

Bewegte Grundschule - neues Modellprojekt in Bremen-Blumenthal

27.06.2011
Senator Mäurer mit einer Klasse der Grundschule Am Pürschweg bei der ersten Probestunde. (von links: Senator Mäurer, Jürgen Linke (Vors. KSB Bremen-Nord), Lothar Fäsenfeld (Leiter Marketing der Sparkasse Bremen) und Christian Zeyfang (Schulsportreferent der Bildungssenatorin) , JPG, 45.1 KB
Senator Mäurer mit einer Klasse der Grundschule Am Pürschweg bei der ersten Probestunde. (von links: Senator Mäurer, Jürgen Linke (Vors. KSB Bremen-Nord), Lothar Fäsenfeld (Leiter Marketing der Sparkasse Bremen) und Christian Zeyfang (Schulsportreferent der Bildungssenatorin)

Sportsenator Ulrich Mäurer hat heute (27.06.2011) das neue Modellprojekt „Bewegte Grundschule“ in Bremen-Nord vorgestellt. Das gemeinsame Projekt des Sport- und des Bildungsressorts startet mit Beginn des kommenden Schuljahres gleichzeitig an allen Grundschulen in Bremen-Blumenthal und soll Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klassen noch stärker an den Sport heranführen. Ziel ist es dabei, über die Schule spezielle und verbindliche Bewegungsangebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf (Migrationshintergrund, Kinder mit Adipositas, Kinder mit motorischen Defiziten aus bewegungsfernen Elternhäusern) außerhalb der Schulzeit anzubieten. Umgesetzt werden diese zusätzlichen Sportangebote durch den Kreissportbund Bremen-Nord.

In Problemfamilien werden Freizeitaktivitäten im Bereich des Vereinssports aus verschiedensten Gründen oftmals nicht gefördert. Die Schule aber besitzt im Allgemeinen eine schichtenübergreifende Grundakzeptanz, so dass hier zusätzliche Sportangebote auch die Kinder aus Problemfamilien erreichen und zu mehr Sport in der Freizeit ermuntern können. Dies gilt insbesondere für Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund.

„Ich freue mich, dass es ressortübergreifend gelungen ist, hier ein richtungweisendes Projekt zu initiieren.“, so Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer. Er erklärte, dass gerade der Sport der Schule dabei helfen kann, alle Kinder, unabhängig von Herkunft und unterschiedlichen Voraussetzungen, zusammenzubringen.
„Wir dürfen mit all diesen Maßnahmen nicht warten, bis die ersten Probleme in der Pubertät auftauchen“, so Mäurer. Neben dem Ansatz, Kinder mit motorischen oder ernährungsspezifischen Defiziten den Zugang zum Sport zu ermöglichen, beinhaltet das Projekt jedoch noch einen gewaltpräventiven Aspekt. Gerade in Bremen-Nord und insbesondere im Umfeld der Stadtteile Blumenthal und Lüssum gibt es erhebliche Probleme mit nur unzureichend integrierten Kindern und Jugendlichen. Dieses betrifft nicht nur Kinder mit einem Migrationshintergrund.

„Über den Kontakt zum Sport soll hier bereits im Grundschulalter dafür gesorgt werden, dass frühzeitig Interessen und Neigungen für unterschiedliche Sportdisziplinen geweckt und entwickelt werden“, so Senator Mäurer. Er dankte auch im Namen seiner Senatskollegin Renate Jürgens-Pieper dem Kreissportbund Bremen-Nord, der mit seinen Übungsleitern die Verbindung zum Vereinssport herstellt sowie der Sparkasse Bremen und der Deutschen Olympischen Gesellschaft für ihr Engagement bei dem Projekt.

Das Projekt startet mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 und hat Modellcharakter. Es ist angelegt auf die Dauer von drei Jahren und soll von dem Institut für Sportwissenschaft und Sportpädagogik der Universität Bremen begleitet werden. Eine mögliche und gewünschte Perspektive nach einer positiven Evaluation ist die Ausweitung auf weitere Stadtteile in Bremen.

Foto: Senator für Inneres und Sport