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Senatskanzlei

„Ein wunderbares Zeichen für die Verbundenheit mit unserem Rathaus“

Dankeschön-Feier für Stuhlpaten in der Oberen Halle

25.05.2011
Bürgermeister Jens Böhrnsen bedankt sich bei den Patinnen und Paten der neuen Rathausstühle, jpg, 173.6 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen bedankt sich bei den Patinnen und Paten der neuen Rathausstühle

„Aus Stolz auf das Welterbe in unserer Stadt“, als „Erinnerung an unsere Eheschließung im Rathaus“, „etwas aus dem Rathaus zu haben, ist uns eine Ehre“ – solche und andere Motive haben Menschen bewogen, Patin oder Pate eines neuen Rathausstuhles zu werden. 340 Bürgerinnen und Bürger haben sich seit Oktober vergangenen Jahres entschlossen, 444 Euro pro Stuhl zu spenden. „Das ist ein ganz wunderbares Zeichen für die Verbundenheit mit unserem Rathaus und auch mit unserer Freien Hansestadt Bremen“, sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen heute (25. Mai 2011) während einer Feier in der Oberen Rathaushalle und bedankte sich bei allen, die eine Stuhlpatenschaft übernommen hatten. Viele waren der Einladung gefolgt und nutzten auch die Gelegenheit, den „eigenen“ Stuhl mit dem Namensschild an der Rückseite in Augenschein zu nehmen. Das Kleine Ensemble der Gesamtschule Ost sorgte für den musikalischen Rahmen der Feier.

Wo ist mein Stuhl? - Patinnen und Paten auf der Suche nach ihrem Namensschild, jpg, 143.2 KB
Wo ist mein Stuhl? - Patinnen und Paten auf der Suche nach ihrem Namensschild

„Schon immer sind Bremens Bürgerinnen und Bürger dem Rathaus zugetan gewesen“, unterstrich der Bürgermeister. Sie hätten Möbel, Leuchter, Bestecke wie auch Kunstgegenstände geschenkt oder Geldbeträge gespendet, um das Haus angemessen auszustatten. „Damit stehen Sie als Stuhlpaten in einer großen historischen Tradition“.
In seiner Rede verwies der Hausherr unter anderem darauf, dass das Rathaus immer ein Haus der Bürgerinnen und Bürger gewesen sei und erinnerte zugleich daran, dass das Bremer Rathaus als Welterbe von der Unesco anerkannt worden sei – als ein Gebäude von Weltrang. Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, Leiter des Bremer Staatsarchivs, ließ den schwierigen Prozess Revue passieren, der schließlich 2004 zur Aufnahme des Bremer Rathauses in die Welterbeliste geführt hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ein Rathaus als Versammlungsort der Bürger als Gleiche unter Gleichen in der Reihe der Welterbestätten gefehlt. Bremens Rathaus mit den zwei über einander liegenden Hallen sei im Spätmittelalter als großer Wurf entstanden“. Ein Bautyp, der schlechthin als einzigartig eingestuft werden kann.

Fotos: Senatspressestelle