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Die Senatorin für Finanzen

„Partizipation hilft Fehler zu vermeiden“

Bürgermeisterin Karoline Linnert eröffnete Fachtagung zur nachhaltigen Verwaltung

29.04.2011

„Eine nachhaltige Verwaltung zu gestalten - verantwortungsbewusst, effizient, bürgernah und ressourcenschonend - das ist die große Herausforderung für den öffentlichen Dienst,“ erklärte Bürgermeisterin Karoline Linnert zum Auftakt der gestrigen Veranstaltung zur Verwaltungsmodernisierung im „Haus des Reichs“. Sie betonte wie wichtig es sei, bei den anstehenden Reformen die Beschäftigten sowie die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Dienstleistungen zu beteiligen: „Es kann dadurch zu Beginn aufwendiger erscheinen, aber es lohnt sich - Partizipation hilft Fehler zu vermeiden.“
Unter dem Motto „Lebenswerte Stadt – Nachhaltige Verwaltung“ diskutierten rund 80 Verwaltungsfachleute im Rahmen der sechsten Fachtagung in der Reihe Reform-Manufaktur Bremen auf Einladung des Finanzressorts aktuelle Ansätze in der Verwaltungsmodernisierung.

Die Entwicklung des Bremer Leitbilds 2020 zur Stadtentwicklung („Bremen! Lebenswert, urban, vernetzt“) wurde zu Beginn der Fachtagung vorgestellt. Das Beispiel verdeutlichte, dass Bremen bereits neue Wege der Bürgerbeteiligung geht. Für den Blick über den Tellerrand sorgten Erfahrungsberichte aus Berlin und Hannover. Auch das Berliner Modernisierungsprogramm zur „ServiceStadt 2016“ zeigt, dass Modernisierungsprozesse mit einer abgestimmten Gesamtstrategie wirkungsvoller umgesetzt werden können. „Es braucht ArchitektInnen, die Ziele wie verbesserten Bürgerservice festlegen, und HandwerkerInnen, die Veränderungen in der Praxis umsetzen. Nur wenn beide zusammenspielen gelingen erfolgreiche Veränderungen,“ berichtete Manfred Pasutti von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Berlin. Das Veränderungen nur in enger Zusammenarbeit und im Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelingen, zeigte das Beispiel aus dem Berliner Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Das bestätigte auch der Beitrag aus der Region Hannover, der mit der Geschäftsprozessoptimierung eine Methode zur Bewältigung der steigenden Anforderungen ganz praxisnah vor Augen führte.
Finanzstaatsrat Henning Lühr erklärte in der Abschlussdiskussion, dass sich die Verwaltungsmodernisierung in einer Umbruchphase befinde. „Nach mehr als 20 Jahren erfolgreicher Veränderungsprozesse muss sich die öffentliche Verwaltung nicht verstecken. Sie darf sich aber auch nicht auf dem Erreichten ausruhen. Mehr denn je gilt, dass sich die Verwaltung unter Berücksichtigung der sich immer schneller verändernden gesellschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen ständig weiterentwickeln muss. Gute Vernetzung und fachübergreifender Austausch sind Voraussetzungen dafür.“