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Der Senator für Inneres

Bremische Industrie zum Jahresausklang 2010 – Erholung gut gefestigt

Das Statistische Landesamt informiert:

16.02.2011

Im 4. Quartal 2010 setzten die bremischen Industriebetriebe 18,9 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Gleichzeitig wurden allerdings 1448 Personen (-3,1 %) weniger beschäftigt als noch im 4. Quartal 2009. Die Auftragseingänge blieben auf hohem Niveau, es wurde ein um 13 % höheres Auftragsvolumen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum verbucht. Zuletzt nahm vor allem der Umfang von Großaufträgen wieder zu. Vergleichsweise stark verbesserte sich die Auftragslage im Bereich Fahrzeugbau. Die Auftragseingänge lagen im 4. Quartal 2010 um 8,4 % höher als im Vorjahresquartal. Im gesamten Jahr 2010 war die Dynamik der Auftragslage im Fahrzeugbau deutlich stärker (+28,5 %) als im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt, das um 23,9 % gestiegene Auftragseingänge verzeichnete.

Im vergangenen Jahr verlief die Auslandsnachfrage wieder deutlich expansiv. Die Umsätze mit dem Ausland stiegen um 38,5 % auf 11,5 Mrd. Euro. Die Exportquote lag 2010 bei 56 %. Insgesamt erwirtschafteten die bremischen Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes Umsätze von 20,5 Mrd. Euro (+22,5 %). Damit lagen die Umsätze bereits über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2008. Im gesamten Jahr 2010 blieben die Beschäftigtenzahlen der Betriebe mit 50 und mehr tätigen Personen allerdings deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt waren 2 056 Personen weniger beschäftigt (-4,3 %) als im Vorjahr. Ein starker Rückgang (-803 Personen; -46,8 %) wurde in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen verzeichnet. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich ebenfalls deutlich im Maschinen- (-362 Personen; -9,7 %) und Fahrzeugbau (-284 Personen; 1,4 %). Um 700 Personen (+41,6 %) stieg hingegen die Beschäftigung im Wirtschaftszweig Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen.

Die in 2010 geleisteten Arbeitsstunden in der bremischen Industrie nahmen im Vergleich zu 2009 um 0,5 % zu. Im Fahrzeugbau war die Zahl der Arbeitsstunden bei rückläufigen Beschäftigtenzahlen um 7,1 % höher als ein Jahr zuvor.

Hinweis:
Weitere Informationen gibt Kirsten Untz unter der Telefonnummer 0421/361–6067.