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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Bremer Kreuz wird an steigendes Verkehrsaufkommen angepasst

Mehr Lärmschutz für Anwohnerinnen und Anwohner

02.12.2010

Die Leistungsfähigkeit der Bundesautobahn (BAB) A1 muss erhöht und eine Verkehrssicherheit auch bei steigendem Verkehrsaufkommen weiterhin gewährleistet sein. Um dies zu erreichen, ist es vorgesehen, die Einfädelungsstreifen von der BAB A27 aus Cuxhaven auf die A1 Richtung Osnabrück zu verändern. Ein Streifen wird als durchgehender Verflechtungsstreifen hergestellt und bis in die Ausfahrt der Anschlussstelle Uphusen verlängert. Der zweite Streifen wird ca. 300 Meter lang gebaut. Eine Grundsanierung verbessert diese Teilstrecke. Die derzeit vorhandene einstreifige Ausfahrt von der A1 aus Osnabrück zur A27 Richtung Hannover wird zu einem zweistreifigen Ausfädelungsstreifen ausgebaut.

Senator Dr. Reinhard Loske: „Zusätzliche Fahrstreifen beeinflussen den Verkehrslärm. Um Bewohnerinnen und Bewohner vor steigenden Immissionen zu schützen, wird an der Strecke eine neue sieben Meter hohe Lärmschutzwand gebaut.“ 1.200 Meter lang ist diese Wand an der A1 Richtung Osnabrück bis zur Bollener Landstraße. Ab der Anschlussstelle Uphusen bis zur Ausfahrt nach Hannover ist eine 2.500 Meter lange Lärmschutzwand geplant. Um eine Monotonie durch die hohen Lärmschutzwände und damit eine mögliche Gefährdung der Verkehrssicherheit auszuschließen, wurde die Lärmschutzwand von einem Bremer Architekturbüro entworfen. „Eingriffe in Natur und Landschaft werden natürlich durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert“, so Loske. Verkehrsbeeinflussungsanlagen und Schilderbrücken sind dem Ausbau anzupassen.

Die Entwurfsplanung sollte bis zum Jahresende abgeschlossen sein und wird anschließend dem Bund vorgelegt. Nach Bestätigung der Planungen durch den Bund wird angestrebt, im Sommer 2011 den Antrag auf Planfeststellung zu stellen. Der Planfeststellungsbeschluss wird ein Jahr später erwartet. Anschließend werden Ausführungsplanung für die Straße, die Entwurfsplanung für den Ingenieurbau sowie die Ausschreibungsunterlagen erstellt. Senator Dr. Loske zum weiteren Verlauf: „Nach EU-weiter Vergabe der Bauleistungen und der Bauüberwachung wird beabsichtigt, mit dem Ausbau im Sommer 2014 zu beginnen.“ Nach ca. zweijähriger Bauzeit sollten die Hauptbauarbeiten abgeschlossen sein. Für die Verkehrsabwicklung während der Bauzeit ist es derzeit vorgesehen überwiegend zwei Fahrstreifen je Richtung unter Verkehr zu belassen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden zurzeit auf 25,7 Mio. Euro geschätzt. Das Land Bremen ist als Auftragsverwaltung für den Bund zuständig für Planung, Bauleitung und -überwachung des Ausbaus zwischen dem Bremer Kreuz und der Anschlussstelle Uphusen. Für diesen Ausbau entstehen Kosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro, die aus Landesmitteln finanziert werden. Davon werden 0,5 Mio. Euro im Jahr 2010 und 1,0 Mio. Euro in den Jahren 2011 bis 2016 benötigt.

Die A1 ist schon heute hoch belastet. Nach einem Prognosehorizont bis 2025 wird eine weitere Verkehrszunahme um 15,5 Prozent auf 108.000 Kfz pro Tag in Höhe des Bremer Kreuzes erwartet. Die Verkehrsbeziehung von der A27 aus Cuxhaven in Richtung Osnabrück ist dabei am stärksten ausgeprägt. Es kommt häufig zu Störungen, weil die Einfädelungsstreifen in Höhe des Bremer Kreuzes nicht ausreichend sind. Auch der sehr hohe Verkehrsanteil auf dem einstreifigen Ausfädelungsstreifen aus Osnabrück auf die A27 in Fahrtrichtung Hannover reduziert die Leistungsfähigkeit der A1. Die Verkehrssicherheit ist dadurch gefährdet.