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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

„Muss der Kaffee bitter schmecken?“ – Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Siegel

26.11.2010

Kaffee ist eines der Standardprodukte des Fairen Handels. In den letzten Jahren gab es viele positive Entwicklungen im Kaffeeanbau, die dazu führen, dass sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern in den Erzeugerländern langsam verbessern. Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa können mittlerweile nicht nur im Weltladen, sondern auch im normalen Einzelhandel und auch immer häufiger in der Gastronomie beim Kauf von Kaffee verschiedene Siegel und Initiativen unterstützen, die sich für ökologische und/oder soziale Standards im Kaffeeanbau einsetzen. Dabei macht die Vielzahl der Siegel die Entscheidung für den Normalverbraucher nicht unbedingt einfacher.

Welche Siegel gibt es und wofür stehen sie? Darüber diskutierten Anita Aerni vom Siegel utz Certifed, Martin Schüller von Transfair/Fairtrade und Bernward Geier von der Rainforest Alliance mit ca. 60 Gästen, die zu der öffentlichen Podiumsdiskussion gestern Abend in den Kaminsaal des Bremer Rathauses gekommen waren. Eingeladen hatte der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Teilnahme Bremens am Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels 2011“; moderiert wurde der Abend von dem Journalisten Otmar Willi Weber.

In der Diskussion wurden die unterschiedlichen Kriterien bei der Siegelvergabe, der Einfluss von Kaffeeanbau auf die Umwelt und die Lebensbedingungen von Kaffeebauern angesprochen und erläutert, aus welchem inhaltlichen Hintergrund die Siegel gegründet wurden und wie sie sich weiterentwickeln.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Siegeln. Jeder Verbraucher muss für sich selbst entscheiden, welchen Ansatz er gerne unterstützen möchte. Die intensive Diskussion hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass die Inhalte zumindest der drei Siegel Transfair / Fairtrade, utz certified und Rainforest Alliance den Teilnehmern detailliert und verständlich nahe gebracht wurden.

Und angesichts der Tatsache, dass der Anteil gesiegelten Kaffees nach wie vor nur einen Bruchteil der Gesamtproduktion des weltweiten Kaffeemarkts ausmacht haben die drei Siegel auf jeden Fall eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie sind richtige Ansätze im Sinne der Nachhaltigkeit, um in einer globalisierten Welt die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens zu verbessern und Zukunftschancen auch für folgende Generationen zu sichern.