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Senatskanzlei

„Perlen gibt man nicht her“ - Bürgermeister Böhrnsen besucht GEWOBA-Betriebsversammlung

26.11.2010

Auf Einladung des Betriebsrates besuchte Bürgermeister Jens Böhrnsen am Donnerstag (25.11.2010) die Betriebsversammlung der GEWOBA im Bürgerzentrum Vahr. Dort diskutierte Böhrnsen mit dem Vorstand Dr. Volker Riebel und der Betriebsratsvorsitzenden Maren Bullermann über die Herausforderungen des demografischen Wandels für Unternehmen und die Bedeutung des Wohnungsunternehmens für Bremen und Bremerhaven.

„Die GEWOBA ist eine Perle. Und Perlen gibt man nicht her“, sagte Böhrnsen gegenüber der Belegschaft, bei denen die öffentlichen Diskussionen im Vorfeld für großes Unverständnis gesorgt hatten. Zugleich betonte er, wie wichtig die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Land und das soziale Miteinander in den Quartieren ist. „Die Bedeutung der GEWOBA für Bremen lässt sich nicht als Rendite in Euro und Cent beziffern“, so Böhrnsen. Das Unternehmen wirtschafte nachhaltig und erfolgreich. Auch übernehme es Verantwortung im ökologischen und sozialen Bereich. Das sehe er immer wieder, wenn er Mieter treffe und in den Stadtteilen unterwegs sei. Unter anderem sei der Einsatz des Unternehmens für ältere Mieter, für Integration und die Klimaziele Bremens unverzichtbar. Dr. Riebel ergänzte, dass die GEWOBA auch wirtschaftlich für die Region bedeutend sei. Allein 20 Millionen investiere das Unternehmen in energetische Modernisierung. Den Großteil der Aufträge gehe an kleine und mittelständische Handwerksbetriebe vor Ort. Das sichere Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

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(vlnr:) Maren Bullermann, Betriebsratsvorsitzende der GEWOBA, Bürgermeister Jens Böhrnsen und Dr. Volker Riebel, Vorstandsvorsitzender der GEWOBA

Flexible Lösungen für demografische Herausforderungen finden

Die Herausforderungen des demografischen Wandels an Betriebe waren ebenfalls Thema. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch für Mitarbeiter wichtig, die Angehörige pflegen. Für die GEWOBA gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung“, sagte Dr. Riebel. Jedes Unternehmen müsse leistungsfähigen Mitarbeitern in eigenem Interesse passende Lösungen bieten. Das Thema in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken, ist auch ein Anliegen von Jens Böhrnsen: „Unternehmen stehen in der Mitte der Gesellschaft und müssen Verantwortung für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer übernehmen.“ Sowohl die GEWOBA als auch einige senatorische Behörden sind als familienfreundliche Betriebe von der berufundfamilie gGmbH zertifiziert.

Flexible Lösungen und intelligente Modelle forderte Böhrnsen auch im Hinblick auf die Anfang 2010 gekündigte staatliche Förderung der Altersteilzeit. Anstelle der staatlich geförderten Variante sollten Lösungen treten, die älteren Arbeitnehmern einerseits ermöglichen ihre Erfahrungen weiterhin im Betrieb einzubringen und andererseits jüngeren den Einstieg in den Beruf erleichtern. Über eine Betriebsvereinbarung zu einer Altersteilzeitreglung verhandeln die Geschäftsführung der GEWOBA und der Betriebsrat derzeit.

Foto: Gewoba