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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremen: Das Land der Onliner

27.09.2010

Der aktuelle (N)ONLINER Atlas hat wieder gezeigt: Bremen ist das Land der Onliner. 80,2 Prozent der Bremer Bürgerinnen und Bürger nutzen bereits das Internet. Damit liegt das kleinste Bundesland acht Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt und zeigt deutlich, dass kein anderes Bundesland seine Bevölkerung so gut an die digitale Welt heranführt wie die Hansestadt an der Weser. Zwei Hauptgründe wurden auf der heutigen Pressekonferenz im Bremer Rathaus für diese Entwicklung aufgezeigt: Ein kontinuierlicher Ausbau von Breitband, der den komfortablen und schnellen Zugang zum Internet erst ermöglicht und noch wichtiger – die Fürsorge und das Eingehen auf die Bedürfnisse der gesellschaftlichen Gruppen, die bisher nicht oder kaum das Internet nutzen.

Martin Günthner, Wirtschaftssenator der Freien Hansestadt Bremen, freut sich über die Entwicklung: „Das Internet ist nicht nur die größte Informationsquelle der Menschheitsgeschichte und damit zunehmend die Basis einer aufgeklärten Gesellschaft, sondern es bildet auch die Grundlage für einen wirtschaftlich erfolgreichen Standort. Bremen wird in dieser Hinsicht weiter in die Zukunft investieren und die Qualität digitaler Medien sowie den kompetenten und qualifizierten Umgang mit ihnen gezielt fördern, damit wir auch in den nächsten Jahren an der Spitze des Rankings bleiben.“ Günthner verwies auf eine aktuelle Initiative des Senats, der zu diesem Thema einen Runden Tisch zur Medienkompetenz eingerichtet hat. Günthner weiter: „Der kompetente und qualifizierte Umgang mit Medien ist heute eine der wichtigsten Fähigkeiten, um an der gesellschaftlichen und demokratischen Entwicklung teilzuhaben. Die Vermittlung und das Erlernen von Medienkompetenz ist daher eine zentrale Aufgabe, um Kindern und Jugendlichen, aber auch Eltern und Senioren/innen, Migranten/innen und Minderheiten diese Teilhabe zu ermöglichen.“

Bereits 2009 wuchs die Internetnutzung in Bremen um sagenhafte 8,1 Prozentpunkte und lag auch 2010 mit einem Wachstum von 6 Prozentpunkten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Worauf dieser Erfolg basiert, wird im Detail deutlich. Besonders in der Altersgruppe 50plus, die im Bundesdurchschnitt auf knapp 50 Prozent Internetnutzung kommt, ist Bremen ein Musterbeispiel an digitaler Integration: Zwei Drittel sind in dieser Altersgruppe bereits online, beinahe 17 Prozentpunkte mehr als in der gesamten Bundesrepublik. Auch bei der Internetnutzung von Frauen ist Bremen deutlich an der Spitze. Während bundesweit 64,8 Prozent der Frauen online sind, sind es in Bremen 74,2 Prozent.

Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik – Diversity – Chancengleichheit, sieht in Bremen ein Vorbild für die ganze Republik: „Die Menschen finden zu dem Medium, wenn Sie die Vorteile für sich erfahren. Genau deshalb hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Initiative Internet erfahren ins Leben gerufen, die die Menschen in ihrem persönlichen Umfeld an das Internet heranführt und den persönlichen Nutzen vermittelt. In Bremen gibt es bereits zahlreiche Angebote, die sich hier hervorheben.“

Dazu gehören beispielsweise Internetangebote, wie [35190; www.seniorenlotse.bremen.de] oder www.frauenseiten.bremen.de. „Die Zielgruppen Frauen und ältere Menschen liegen uns besonders am Herzen, weil deren geringe Internetnutzung seit Jahren nachgewiesen ist. Der 1. Platz für das Bundesland Bremen ist sicherlich auch darauf zurück zu führen, dass wir mit dem Stadtportal bremen.de ein gutes Angebot zur Verfügung stellen. In Bremen hat das Mitmachen eine lange Tradition, wir nennen es hier bürgerschaftliches Engagement. Daran wollen wir mit unseren Angeboten im weltweiten Netz anknüpfen“, so Dr. Stephan Klein, Geschäftsführer der bremen.online GmbH.

Bremen zeigt damit auf, wie alle Bevölkerungsgruppen für die Neuen Medien begeistert werden können. Es wird spannend sein zu sehen, wie und ob andere Bundesländer das erfolgreiche Konzept Bremens adaptieren werden und bereits in den nächsten Jahren eine ähnliche Entwicklung vorweisen können.

Den aktuellen (N)ONLINER Atlas sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.nonliner-atlas.de