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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

„Offshore-Terminal zentrale Zukunftsinvestition für Bremerhaven“

Senator Günthner besucht mit Oberbürgermeister Schulz die WindEnergy 2010 in Husum / Kritik an Laufzeitverlängerung für AKW´s

24.09.2010

Der Senator für Wirtschaft und Häfen, Martin Günthner, hat am Donnerstag (23.09.) gemeinsam mit Bremerhavens Oberbürgermeister Jörg Schulz die WindEnergy 2010 in Husum besucht. Günthner: „Es ist eine große Freude zu sehen, welchen Anteil in Bremen und Bremerhaven ansässige Unternehmen am Siegeszug der Windenergie haben. In Husum ist der Erfolg bremischer Wirtschaftsstrukturpolitik live zu erleben.“
Zugleich werde in Husum deutlich, dass auf Seiten der Unternehmen große Erwartungen herrschen, dass Bremen sich auch künftig stark engagieren wird, um die erforderliche Infrastruktur zu entwickeln. Günthner: „Die zentrale Zukunftsinvestition für die Offshore-Windindustrie ist der Offshore-Terminal in Bremerhaven. Wir werden alles dafür tun, um die anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen und diesen neuen Hafen bis zum Jahr 2014 zu realisieren.“

Die Offshore-Entwicklung in der Nordsee steht erst ganz am Anfang. Die deutsche Bundesregierung beschloss im Spätsommer 2009 einen Raumordnungsplan, wonach bis 2030 bis zu 25.000 Megawatt über Offshore-Windkraft erzeugt werden könnten. Dazu sollen 30 Windparks in der Nordsee gebaut werden.

Günthner: „In Husum wird es noch einmal sehr deutlich: Für viele bedeutende Unternehmen ist Bremerhaven erste Wahl, wenn es darum geht, die großen Bauteile für die Errichtung dieser Parks zu verschiffen. Deshalb ist der Offshore-Terminal eine wesentliche Voraussetzung für Unternehmen, sich in Bremerhaven anzusiedeln oder die dort bereits vorhandenen Produktionskapazitäten auszubauen.

Von links: Ronny Meyer (wab), Senator Martin Günthner, Andreas Wellbrock (BLG) und Nils Schnorrenberger (bis) vor einer Präsentation des Offshoreterminals, jpg, 137.5 KB
Von links: Ronny Meyer (wab), Senator Martin Günthner, Andreas Wellbrock (BLG) und Nils Schnorrenberger (bis) vor einer Präsentation des Offshoreterminals

Auf ihrem Messerundgang besuchten Günthner und Schulz u. a. die WeserWind GmbH, Siemens AG Energy Sector, AREVA Wind, EnBW AG, AMBAU GmbH, RWE Innogy, Deutsche Windtechnik AG, PowerWind GmbH, REpower Systems AG, Powerblades GmbH, RETC GmbH, wpd think energy GmbH & Co. KG, Beluga Shipping GmbH, KGW, REETEC GmbH und den Gemeinschaftsstand der Windenergie-Agentur wab.

Weiteres wichtiges Thema der Gespräche war die Einschätzung zum Energiekonzept der Bundesregierung. Günthner: „Es wird deutlich: Mit der Windenergie haben wir eine Zukunftsbranche, aber die Bundesregierung hat hierfür kein Zukunftskonzept.“ So sei bislang immer noch nicht erkennbar, wie die erforderlichen Milliardeninvestitionen in der Nordsee finanziell flankiert werden können. Stattdessen werden mit der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke die Entwicklungsperspektiven für die Windanlagen erschwert. Der überfällige Ausbau der Stromnetze stagniere nach wie vor. Günthner: „Die Sorge vieler ist, dass die Bundesregierung die Netzkapazitäten auf Jahrzehnte mit Atomstrom blockiert und damit die technischen Möglichkeiten der Windenergie behindert werden. Deshalb wäre eine Laufzeitverlängerung zugleich eine Bremse für die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten einer Region wie Bremerhaven. Aus diesem Grund ist das Energiekonzept der Bundesregierung regionalpolitisch nicht akzeptabel.“

Foto: Senator für Wirtschaft und Häfen