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Senatskanzlei

„Das Kernlager ist unser Schatz“

Bürgermeister Jens Böhrnsen besuchte das MARUM

23.09.2010

Bürgermeister Jens Böhrnsen hat gestern (22.9.2010) das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, MARUM an der Universität Bremen besucht. Hier erkunden Experten durch gezielte wissenschaftliche Studien die Rolle der Ozeane im globalen Erdsystem. Gerold Wefer, Direktor des Marums, stellte dem Bürgermeister die drei Forschungsfelder vor, auf denen die Einrichtung aktiv ist. So ergründen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Wechselbeziehungen zwischen Ozean und Klima. Sie nehmen biogeochemische Prozesse am und im Meeresboden genauer unter die Lupe und untersuchen, wie Sedimente im Meer ab- und umgelagert werden. Bürgermeister Böhrnsen zeigte sich beeindruckt von den Forschungsthemen des Instituts, die von globaler Bedeutung sind.

Alex Wülbers  (links)   erläuert Jens Böhrnsen, welche Informationen aus einem Bohrkern gewonnen werden können , rechts  Gerold Wefer und Michael Schulz, jpg, 118.7 KB
Alex Wülbers (links) erläuert Jens Böhrnsen, welche Informationen aus einem Bohrkern gewonnen werden können , rechts Gerold Wefer und Michael Schulz

Das MARUM betreibt das größte von weltweit drei Bohrkernlagern des internationalen Ozeanbohrprogramms IODP. In diesem großen Forschungsprogramm haben sich Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen u.a. aus den USA, Japan und Europa zusammengeschlossen, um weltweit mit Schiffen und Plattformen Bohrexpeditionen in den Ozeanen durchzuführen. In dem Bremer Kernlager befinden sich gegenwärtig über 140 Kilometer Gesteine, die am Meeresboden erbohrt wurden. Bis zu 200 Wissenschaftler aus aller Welt kommen jedes Jahr zu Forschungsaufenthalten ans MARUM, um an diesem Probenmaterial zu arbeiten. „Das Kernlager ist unser Schatz“, unterstrich Gerold Wefer beim Rundgang durch das Institut.

Foto: Senatspressestelle