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Der Senator für Kultur

Staatsarchiv Bremen erhält Schenkung mit Werken des Malers Willy Menz

02.07.2010

Wertvoller Zuwachs für das Staatsarchiv: Aus der Hand des Privatsammlers Alfred Moeke aus Delmenhorst hat das Staatsarchiv jetzt 20 Arbeiten des Bremer Malers Willy Menz als Schenkung übereignet bekommen. „Wir freuen uns sehr über diese wunderbare Ergänzung unserer Bildbestände“, so der Leiter des Staatsarchivs, Prof. Dr. Konrad Elmshäuser.
Menz wurde 1890 in Guatemala als Sohn eines Bremer Kaufmanns geboren und kam schon in Jugendjahren nach Bremen. In der Hansestadt besuchte er die Schule und gründete 1912 eine Malschule am Domshof. 1917 wurde er Professor an der Kunstgewerbeschule Bremen. Künstlerisch der Künstlerkolonie Worpswede nahe stehend, wurde er durch die Nationalsozialisten aus politischen Gründen in den Ruhestand versetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Menz 1947 die Leitung der Staatlichen Kunstschule. Er starb 1969 in Bremen.

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„Die Zeichnungen und Holzschnitte sind in den Jahren zwischen 1912 und 1960 entstanden und zeigen bremische Motive der Vorkriegszeit, der Kriegsjahre und des Wiederaufbaus“, erläutert Professor Elmshäuser. Die Häfen und die Weserufer sind dabei immer wiederkehrende Motive. „Für uns bilden diese Arbeiten eine wichtige Erweiterung der künstlerischen Bilddokumentation Bremens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“
Das Staatsarchiv freut sich nicht nur über Schenkung, sondern auch über einen in diesem Zusammenhang aufgebauten Kontakt zu der in Norwegen lebenden Tochter von Willy Menz. Diese hat dem Staatsarchiv nun ihrerseits wertvolles Schriftgut und künstlerische Unterlagen aus dem Nachlass Ihres Vaters übergeben. Die Dokumente und Grafiken stehen nun in Kürze im Staatsarchiv zusammen mit den Zeichnungen von Willy Menz der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung.

Foto: Pressereferat, Senator für Kultur