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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Ratskellersekt für den 300 000. Standbesucher

Gemeinschaftsstand lockt immer mehr Expo-Gäste

01.07.2010

Kluge, innovative Beiträge – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür eher spielerisch und geradezu märchenhaft inszeniert: Die Art und Weise, mit der sich Bremen, Bremerhaven und Oldenburg auf der Weltausstellung in Shanghai präsentieren, trifft ganz offenkundig den Geschmack der Expo-Besucher. Genau zwei Monate nach Eröffnung der Weltausstellung wurde am (heutigen) Donnerstag, 1. Juli, der 300 000. Besucher des Gemeinschaftsstandes in der Urban Best Practices Area (UBPA) der Expo 2010 begrüßt: Es war Wen Shengli, die mit ihrem Mann Quan Xiaobin und dem elfjährigen Sohn Quan Xinhao gekommen war.

Wen Shengli (mit ihrem Mann Quan Xiaobin und dem elfjährigen Sohn Quan Xinhao) ist die 300.000. Besucherin des Gemeinschaftsstandes in der Urban Best Practices Area (UBPA) der Expo 2010 in Shanghai, begrüßt von Frank Reimers (links), WFB Bremen, jpg, 126.2 KB
Wen Shengli (mit ihrem Mann Quan Xiaobin und dem elfjährigen Sohn Quan Xinhao) ist die 300.000. Besucherin des Gemeinschaftsstandes in der Urban Best Practices Area (UBPA) der Expo 2010 in Shanghai, begrüßt von Frank Reimers (links), WFB Bremen

Die Familie stammt aus Wenzhou in der Provinz Zehjiang, 450 Kilometer von Shanghai entfernt; Wen Shengli ist Lehrerin, ihr Mann Arzt. Sie seien zum ersten Mal auf der Expo, erzählte Wen Shengli, und sie seien richtig begeistert. Gern ließ sich die Familie mit den Geschenken, die ihnen Standleiter Frank Reimers überreichte, vor der Stadtmusikanten-Skulptur fotografieren: Neben Original Expo-Polohemden gab es für die Eltern eine Flasche Ratskellersekt und den Junior ein Bilderbuch sowie die Stadtmusikanten in Bronze zum Mitnehmen. Ihr nächstes Ziel sollte der Deutschland-Pavillon sein – sich in die lange Schlange am Eingang einzureihen brauchte die Familie allerdings nicht: Mit den „easy access“-Karten, die ihnen Reimers mit auf den Weg gab, ging’s deutlich schneller hinein in die „balancity“, mit der sich Deutschland auf der Weltausstellung vorstellt.

„Der Bremen-Auftritt auf der EXPO entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte“, kommentiert Wirtschafts-Staatsrat Dr. Heiner Heseler das Publikumsinteresse an dem Gemeinschaftsstand, der unter dem Leitmotiv „Sharing a Vision“ steht. H „Dies ist nur möglich geworden, weil Wirtschaft und Wissenschaft in der Region das Projekt mit spannenden und innovativen Themen gemeinsam vorangetrieben haben.“ Nach dem Besuch einer Wirtschafts- und Häfendelegation im Juni werde es auch in den kommenden Monaten noch eine aktive Rolle vieler Beteiligter auf der Expo geben. Höhepunkt werde dann der Bremen-Tag im Oktober sein, zu dem Bürgermeister Jens Böhrnsen als Bundesratspräsident mit einer Wirtschaftsdelegation nach Shanghai kommen werde.

Die Urban Best Practices Area – der Sonderausstellungsbereich der Expo, in dem neben Bremen rund 50 Städte, Regionen und Organisationen Praxisbeispiele für eine nachhaltige Stadtentwicklung geben – stand zunächst eher im Schatten der übrigen Expo-Zonen mit ihren vielfältigen Attraktionen. Nach eher verhaltenem Beginn entwickelte sich in der UBPA ab Mitte Mai ein immer stärker werdender Besucherstrom: „Im Juni haben wir täglich durchschnittlich 6600 Gäste täglich auf dem Stand gezählt; am vergangenen Wochenende waren es mehr als 11 000 pro Tag“, berichtet Frank Reimers, zur Zeit Leiter des Gemeinschaftsstandes, „damit liegen wir ziemlich dicht an unseren Kapazitätsgrenzen.“

Geduldiges Warten in der Schlange

Im Eingangsbereich des Standes – gelegen in der Halle B2 – bilden sich oft Schlangen; geduldig warten die Expo-Besucher, bis sie die rund 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche betreten können. Die Stadtmusikanten, auch in China sehr populär, sind sozusagen die Protagonisten und Erzähler – sie begleiten die Standgäste durch die vier Themenwelten Natur, Wissenschaft, Mobilität und Energie. Insbesondere das Thema Car-Sharing sorgt für Neugierde: „Viele wollen genau wissen, wie es funktioniert“, berichtet Reimers. Auch der von EWE präsentierte E3 fasziniert viele Standbesucher. Um sie kümmern sich ständig sieben bis acht bestens geschulte Scouts, die bis in die Abendstunden hinein Rede und Antwort stehen, ihre Hilfe aber auch offensiv anbieten.

Als Fotomotive sind die aus dem Bremer Bürgerpark entliehene Heine-Bank und natürlich die Stadtmusikanten sehr beliebt. Hier stehen die Besucher ebenso geduldig an, um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Und kaum einer lässt die Möglichkeit aus, sich seinen Bremenbesuch per Stempel bestätigen zu lassen – sei es im Expopass oder auf Werbemitteln. Besonderen Anklang findet zudem der ein Bastelbogen der fk-wind an der Hochschule Bremerhaven, aus dem mit ein wenig Geschickt eine kleine Windkraftanlage gebastelt werden kann. Reimers: „Hier wird richtig fleißig gefaltet und geklebt!“

Mit Horst Köhler, der wenige Tage vor seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten den Bremen-Stand besuchte, und Ole van Beust, Hamburgs Erstem Bürgermeister, sowie den Grünen Renate Künast und Fritz Kuhn hat sich schon mehrfach deutsche Polit-Prominenz von den Expo-Beiträgen der Nordwest-Region überzeugen lassen. Das größte Medieninteresse bislang löste die chinesische TV-Moderatorin Yang Lan aus, die mit Kindern aus Erdbeben-Gebieten den Bremen-Stand besuchte. Am 10. Juli kommt der neue niedersächsische Ministerpräsident David McAllister; am 10. Oktober ist dann Bremen-Tag in der UBPA mit kulturellem Programm und einem Empfang durch Bürgermeister Jens Böhrnsen. Am 31. Oktober schließt die Weltausstellung ihre Tore.

www.bremen-expo2010.de
Presse-Kontakt Bremen: Torsten Haar, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Tel. +49 (0) 421 – 96 00 312, torsten.haar@wfb-bremen.de
Presse-Kontakt Shanghai: Martin Bürger, Bremen Liaison Office Shanghai, Tel +86 (0) 21 – 68 75 85 36 ext 1648, buerger.martin@sh.china.ahk.de

Foto: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH