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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Bremen macht mobil – Umsetzung des Car-Sharing Aktionsplans

Drei neue mobil.punkte entlasten Innenstadtquartiere

22.06.2010

Was haben das Viertel oder Findorff mit Shanghai gemeinsam? Wie in der Weltmetropole haben auch die Bremer Innenstadtquartiere Probleme mit dem begrenzten Parkraum. Allerdings hat Bremen mit der Förderung des Car-Sharing jetzt eine Lösung, die mit der Bremer Präsentation auf der Weltausstellung EXPO 2010 in Shanghai weltweit Beachtung findet.

„Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Verbesserung der Situation in Bremen“ sagt Senator Dr. Reinhard Loske. Mit der Eröffnung von drei neuen mobil.punkten (Admiralstraße in Findorff, Birkenstraße in Mitte, Elsasser Str./ Straßburger Str. in Schwachhausen) sowie der Erweiterung des bestehenden mobil.punktes Am Dobben macht Bremen einen weiteren wichtigen Schritt zu Entlastung der Parkraumsituation in den innerstädtischen Gebieten. „An diesen vier Standorten werden bis zu 25 weitere Car-Sharing-Autos den Parkdruck um rund 200 PKW entlasten können – also fast einem Kilometer Straßenraum“, sagt der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa.

Die neuen drei mobil.punkte sind ein Kernbaustein in der Umsetzung des von den Deputationen beschlossenen Car-Sharing-Entwicklungsplans. Hierin sollen bis 2020 in Bremen mindestens 20.000 Car-Sharer erreicht werden. Verbunden hiermit wird eine Entlastung der innerstädtischen Wohngebiete um mindestens 4.000 PKW. Der Bau der mobil.punkte und die Öffentlichkeitskampagnen werden als Teil des CARE-North-Projektes im Interreg-Programm für den Nordseeraum als „Leuchtturmprojekt“ im Bereich Klimaschutz und Verkehr gefördert.

Die Eröffnung der drei neuen mobil.punkte wird stellvertretend an der Admiralstraße vollzogen. Es ist der erste mobil.punkt in Findorff. „Ich begrüße besonders, dass wir hiermit die Parkplatzsituation in Findorff entspannen können und dass mit dem mobil.punkt wie vom Beirat gewünscht weitere Fahrradständer in die Admiralstraße gekommen sind“, sagt der zuständige Ortsamtsleiter Hans-Peter Mester. Die neuen Stationen wachsen mit der Nachfrage – zunächst werden drei cambio Autos an der Admiralstraße stehen. Die Station kann auf fünf Car-Sharing-Autos ausgeweitet werden.

Robert Bücking, Ortsamtsleiter für Mitte und die östliche Vorstadt weist auf die Probleme hin, Rettungswege für die Feuerwehr freizuhalten: „Wir sind in den dicht bebauten Innenstadt-Vierteln schon jenseits der Belastungsgrenzen und brauchen mehr Car-Sharing-Stationen, um Mobilitätsbedarf und verfügbaren Straßenraum intelligent in Einklang zu bringen. Die Erweiterung des mobil.punktes Am Dobben ist da ein wichtiger Schritt für das Viertel.“

„Der mobil.punkt Am Dobben hat die höchste Nachfrage und Auslastung aller Bremer Car-Sharing-Stationen. Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden an dieser Station künftig vom Kleinwagen bis zum Transporter alle Wagenklassen anbieten können “, betont Kerstin Homrighausen, Geschäftsführerin von cambio CarSharing in Bremen. Am Dobben wurde die bisherigen fünf Car-Sharing-Fahrzeuge auf zwölf PKW aufgestockt.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen nach der Eröffnung der ersten mobil.punkte in Bremen haben gezeigt, dass jedes Car-Sharing-Auto etwa neun private Autos ersetzt hat. „Modernes, intelligentes Parkraummanagement bedeutet, die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient zu nutzen“, sagt Erika Becker, Geschäftsführerin der Brepark. Brepark baut und betreut die mobil.punkte in Bremen. Die derzeit mittlerweile über 5.800 Car-Sharer bei cambio in Bremen haben bereits über 1.000 PKW ersetzt. Wenn man diesen Entlastungseffekt mit Hoch- oder Tiefgaragen hätte erreichen wollen, wären das Investitionen von bis zu 25 Millionen Euro gewesen. Die mobil.punkte sind Car-Sharing-Stationen an attraktiven Standorten im öffentlichen Straßenraum in der Nähe von ÖPNV-Stationen – zusätzlich mit Fahrradständern ausgestattet und sind mit der 3,50m hohen mobil.punkt-Stele gut sichtbar.

„In der Kombination von BSAG, Fahrrad und Car-Sharing haben die Bremer immer das richtige Fahrzeug zur Verfügung“, betont Reinhard Loske. „Wir möchten die Aufmerksamt, die das Thema Car-Sharing in Shanghai erzielt auch gerne hier erreichen“, so der Senator.

Jeder cambio Neukunde erhält ein attraktives T-Shirt, auf dem Car-Sharing in Chinesisch zum Augenfänger wird. Der Car-Sharing-Anbieter cambio räumt allen neuen Kunden einen zusätzlichen Rabatt ein: Bis zum Ende der EXPO am 31.10.10 werden die ersten drei Fahrten auf jedem neuen Vertrag mit 30% Rabatt abgerechnet – bis zu maximal 20,- € pro Fahrt.