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Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Wie fülle ich meinen Organspendeausweis richtig aus? Checklistenheft informiert

15.01.2019

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat im Auftrag der Länder ein Checklistenheft für die Erklärung zur Organ- und Gewebespende herausgegeben. Auch in Bremen wird die kostenlose Broschüre von der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz an Kliniken, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und die BürgerServiceCenter in Bremen und Bremerhaven zur Weiterverteilung ausgegeben. In dem Heft wird auch über die verschiedenen Möglichkeiten informiert den eigenen Willen hinsichtlich einer potentiellen Organspende festhalten zu können: Über den Organspendeausweis und über die Patientenverfügung.

Das Checklistenheft soll helfen, einen Organspendeausweis Schritt für Schritt richtig auszufüllen und eine Patientenverfügung angemessen zu verfassen. Denn falls es zum unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen, dem sogenannten Hirntod kommt, können Organe und Gewebe des Verstorbenen gespendet werden. Liegt dann kein korrekt ausgefüllter Organspendeausweis oder keine korrekt verfasste Patientenverfügung vor, bleibt die Entscheidung den Angehörigen überlassen, ob die Organe gespendet werden sollen oder nicht.

Prinzipiell sei in der Bevölkerung eine hohe Bereitschaft vorhanden, Organe zu spenden, so Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt: "Viele halten diese Entscheidung aber nicht in einem Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung fest. Darüber hinaus fällt es vielen Menschen schwer, mit ihren Angehörigen über ihren eigenen Tod und einer möglichen folgenden Organspende zu reden und den eigenen Wunsch mitzuteilen. Ohne den Willen des Verstorbenen zu kennen, müssen dann Angehörige im Falle des Falles diese schwierige Entscheidung treffen – eine zusätzliche belastende Situation für die Angehörigen."

Mit dem Checklistenheft möchte Senatorin Quante-Brandt dazu ermutigen, sich schon zu Lebzeiten mit dem Thema Organ- und Gewebespende zu beschäftigen, die eigene Entscheidung festzuhalten – um Klarheit zu schaffen und die eigenen Angehörigen zu entlasten.
In dem Checklistenheft wird auf eine Vielzahl von Fragen hingewiesen, die im Lebensalltag oft aus dem Blick geraten: "Wissen meine Angehörigen, dass ich einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung besitze? Möchte ich meine Organe spenden – oder lieber nicht? Soll diese Entscheidung von einer mir nahestehenden Person getroffen werden, die ich vorher informiert habe? Möchte ich alle Organe spenden – oder möchte ich dies nur auf bestimmte Organe und Gewebe begrenzen? Wen habe ich mit der Umsetzung der der Patientenverfügung beauftragt und darüber informiert? Wo wird sie aufbewahrt?"

Das Checklistenheft soll die Dokumentation der eigenen Entscheidung hinsichtlich einer Organ- und Gewebespende erleichtern. Dabei steht an erster Stelle, dass eine Entscheidung getroffen wird – und nicht welche. Ganz gleich wie diese Entscheidung ausfällt: Sie kann immer wieder geändert und im Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung festgehalten werden.

Weitere Informationen zum Thema Organspende befinden sich auf der Seite www.organspende-info.de