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Die Arbeitsmarktregion Bremen ist dynamisch

Arbeitsressort und Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen stellen Studie über die „Dynamik und Aufnahmefähigkeit des Bremer Arbeitsmarkts“ vor

30.04.2010

Die Dynamik am Arbeitsmarkt in der Region Bremen ist enorm. Etwa ein Drittel der Arbeitsplätze wird durchschnittlich innerhalb eines Jahres neu besetzt. Anders gesagt: In jedem Jahr finden rund 160.000 Neueinstellungen statt. Damit dauert ein Beschäftigungsverhältnis durchschnittlich drei Jahre.

„Mit der vorliegenden IAB-Studie unterstreicht die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen ihren Anspruch, als aktive Partnerin regionale Arbeitsmarktentwicklungen transparent zu machen und die Akteure am Arbeitsmarkt bei Projekten und Initiativen zu unterstützen“, sagte Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Geschäftsführung. Für uns war es besonders interessant zu erfahren, in welchen Bereichen arbeitslose Menschen eine Chance habe“, fügte er hinzu. „Die Studie zeigt, dass vor allem Dienstleistungsbranchen günstige Integrationschancen für Arbeitslose bieten. Dazu gehören neben der Logistik, das Gesundheits- und Sozialwesen wie auch der Einzelhandel. Neben Bereichen des Baugewerbes und der Zeitarbeit bieten weitere Dienstleistungsbranchen arbeitslosen Menschen die besten Aufnahmechancen“, so Stietenroth weiter. Die Agenturen für Arbeit werden die Erkenntnisse aus der Studie in ihre Arbeit mit einbeziehen und ihre Geschäftspolitik entsprechend ausrichten. Bereits heute bildete die Dienstleistungsbranche einen Schwerpunkt bei Beratung, Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen. „Die Forschungsergebnisse bieten uns die Chance, unsere Förderungen noch zielgerichteter einzusetzen“, erklärte Stietenroth.

„Mit der Studie haben wir erstmals einen Gesamtüberblick über die Bewegung am Arbeitsmarkt in der Region Bremen. Immerhin geht es um 500.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, wobei davon 280.000 Menschen in den Oberzentren Bremen und Bremerhaven arbeiten. Die hohe Dynamik des Arbeitsmarkts zeigt sich auch darin, dass jeder zehnte Arbeitsplatz innerhalb eines Jahres erneuert wird. Mit anderen Worten: Ein Arbeitsplatz geht gänzlich verloren, ein neuer Arbeitsplatz in einem anderen Segment entsteht. Für die Arbeitsmarktpolitik, die ja selber keine Arbeitsplätze schafft, sondern nur versuchen kann, arbeitslose Menschen für die Anforderungen am Arbeitsmarkt fit zu machen, ist das Wissen darüber von hoher Bedeutung“, ergänzte Staatsrat Dr. Joachim Schuster. Dabei sei aber nicht nur von Interesse, wie aufnahmefähig eine Branche ist, sondern auch wie lange ehemals arbeitslose Menschen in ihren Jobs verbleiben können. „Wir erkennen, dass gerade in den Branchen Frachtumschlag und Lagerei, Post- und Kurierdienste sowie Überlassung von Arbeitnehmern die Verweildauer in Arbeit relativ gering ist.“

Staatsrat Dr. Joachim Schuster kündigte an, die Arbeitsmarktprogramme des Landes, insbesondere die Fachkräfteinitiative, nach den Ergebnissen der Studie noch passgenauer auszurichten. „Im Wesentlichen bewegen wir uns auf der richtigen Schiene. Wir werden aber im Detail prüfen, ob wir Schwerpunkte der Qualifizierung für den Dienstleistungsbereich noch vertiefen können“, so Schuster.