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Wer hat wie gewählt? Ergebnisse der Wahltagsbefragung zur Bundestagswahl 2017 liegen vor

03.05.2018

Das Statistische Landesamt Bremen teilt mit:

Zur Bundestagswahl am 24. September 2017 wurde vom Statistischen Landesamt erstmals eine Wahltagsbefragung in der Stadt Bremen durchgeführt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

In 20 repräsentativen Wahlbezirken wurden die Wählerinnen und Wähler am Wahltag direkt nach der Stimmabgabe beim Verlassen des Wahllokals darum gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Dieser umfasste 15 Fragen zur aktuellen Wahlentscheidung, zur grundsätzlichen Parteipräferenz und zur Wahlmotivation. Ergänzend wurden auch soziodemografische Merkmale abgefragt. Die Angaben von 4 482 Befragten, das entspricht gut einem Drittel der Wahlberechtigten in den ausgewählten Wahlbezirken, wurden später ausgewertet. Die Ergebnisse sind in einem Statistischen Beitrag zusammengefasst, der jetzt veröffentlicht wurde.

Damit können erstmals Fragen zur Herkunft, Ausbildung oder zum Familienstand der Wählerinnen und Wähler gemacht werden. Auch Fragen zur „Parteitreue“ und zum „Wechselwählen“ blieben bislang offen. Ziel der Wahltagsbefragung war es, diese Informationslücken zu schließen.

Aus dem Inhalt:

  • Beim ersten Mal: Erstwählerinnen und Erstwähler entscheiden sich häufiger für DIE LINKE, GRÜNE und FDP als für die „Volksparteien“ SPD und CDU.
  • Akademisch geprägt: Bei den Wählerinnen und Wählern der GRÜNEN gibt es einen überdurchschnittlichen Anteil von Abiturienten und Hochschulabsolventen – zusammen insgesamt 78,2 Prozent.
  • Parteitreue: SPD- und CDU-Wählerinnen und -Wähler sind „ihrer“ Partei treu: Jeweils rund 40 Prozent geben ihre Stimmer immer für die gleiche Partei ab. Die anderen Parteien in Bremen haben deutlich weniger Stammwähler.
  • Kein Stimmensplitting: Fast alle Wählerinnen und Wähler, die ihre Erststimme an die AfD vergeben, setzen ihr Kreuz auch bei der Landesliste der Partei. Keine andere Partei erzielt ein so hohes Maß an Einheitlichkeit.
  • Unzufriedenheit: Trotz Regierungsbeteiligung war die SPD-Wählerschaft in Bremen eher unzufrieden (30,4 Prozent) als zufrieden (11,6 Prozent) mit der vergangenen Bundesregierung.

Die PDF-Datei kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.statistik.bremen.de – Publikationen - Statistischer Beitrag. Gedruckte Hefte sind auf Anfrage erhältlich.

Weitere Auskünfte erteilt:
Zentraler Auskunftsdienst
Telefon: (0421) 361 6070
E-Mail: info@statistik.bremen.de