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Weltraumlabor Columbus aus Bremen: 10 Jahre im All, fast 60.000 Erdumrundungen, rund 1.800 Experimente

15.02.2018

Pressemitteilung von Airbus in Bremen:

Mit einer Feierstunde in der Oberen Rathaushalle begingen am heutigen Donnerstag (15.02.2018) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Airbus sowie geladene Gäste im Beisein von Bürgermeister Carsten Sieling, das zehnjährige Weltall-Jubiläum des Weltraumlabors Columbus. Am 7. Februar 2008 startete das in Bremen entwickelte und gebaute Labor mit dem Space Shuttle Atlantis ins Weltall. Kurz darauf, am 11. Februar 2008 wurde das Labor in Betrieb genommen und ist seitdem integrierter Bestandteil der Internationalen Raumstation ISS.

"Columbus ist ein Aushängeschild der Europäischen Raumfahrt und ein Beleg für die Leistungsfähigkeit der bremischen Raumfahrtindustrie", erklärte Bürgermeister Carsten Sieling im Rahmen der Feierstunde. "Im Bremer Raumfahrtjahr mit dem Raumfahrtkongress IAC im Oktober als Höhepunkt freut es mich besonders, dass Raumfahrtkompetenz aus Bremen für ein solch ein globales Projekt wie die Raumstation ISS eine derart große Rolle spielt."

Von links nach rechts: Wirtschaftssenator Martin Günthner, Thomas Reiter (ESA Astronaut), Bürgermeister Carsten Sieling, Oliver Juckenhöfel (bei Airbus Raumfahrtstandortleiter Bremen)
Von links nach rechts: Wirtschaftssenator Martin Günthner, Thomas Reiter (ESA Astronaut), Bürgermeister Carsten Sieling, Oliver Juckenhöfel (bei Airbus Raumfahrtstandortleiter Bremen)

Airbus führt seit nahezu zehn Jahren im Auftrag der ESA die industriellen Betriebsaktivitäten für Europas ISS-Anteile. Dazu zählen die Wartung, Ersatzteilbeschaffung und die notwendige Logistik der europäischen Elemente der Raumstation, um natürlich auch das Wissenschaftslabor Columbus in Betrieb zu halten. Aber auch Entwicklungen zur besseren Funktionalität des Labors oder die Unterstützung von Wissenschaftlern bei der Entwicklung
neuer Experimentanlagen gehören zu den entsprechenden Aufgaben. Darüber hinaus umfasst der Vertrag auch den Datentransfer, die Kommunikationssysteme sowie die Wartung der Bodenstationen.

"Europäische Forschungstechnologie ist ein Schlüsselbeitrag der ESA-Mitgliedstaaten für die Erfolgsgeschichte des ISS. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir dieses einmalige Labor bauen konnten und dass wir mit unserem Know-how zum reibungslosen zehnjährigen Betrieb des Columbus-Labors beigetragen haben", sagte Oliver Juckenhöfel, Leiter des Airbus Raumfahrtstandortes Bremen.

Columbus, angedockt an der Internationalen Raumstation ISS ©Airbus Defence and Space GmbH
Columbus, angedockt an der Internationalen Raumstation ISS ©Airbus Defence and Space GmbH

Für die Entwicklung und den Bau von Columbus hat Airbus als Hauptauftragnehmer für die ESA ein großes Konglomerat von Unternehmen aus 10 Europäischen Ländern gesteuert. Das Entwicklungsprogramm hatte einen Umfang von 880 Millionen Euro. Das Kontrollzentrum für Columbus befindet sich in Oberpfaffenhofen und wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben.

Bislang besuchten 13 europäische Astronauten das Columbus Labor, darunter die deutschen Hans Schlegel und Alexander Gerst. Der Italiener Paolo Nespoli ist der einzige ESA-Astronaut, der bereits zweimal an Bord von Columbus war. 2018 wird Alexander Gerst zum zweiten Mal zur ISS fliegen und dort als erster deutscher Astronaut die Funktion des Commanders einnehmen. Das Space Shuttle Atlantis mit der Mission STS-122 hatte sechs Astronauten an Bord, darunter zwei ESA-Astronauten: der deutsche Hans Schlegel und der Franzose Leopold Eyharts.

Über Airbus:
Airbus ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt sowie den dazugehörigen Dienstleistungen. Der Umsatz betrug € 67 Mrd. im Jahr 2016, die Anzahl der Mitarbeiter rund 134.000. Airbus bietet die umfangreichste Verkehrsflugzeugpalette mit 100 bis über 600 Sitzen sowie Produkte für den Geschäftsflugverkehr. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Tank-, Kampf-, Transport- und Missionsflugzeugen und eines der größten Raumfahrtunternehmen der Welt. Die zivilen und militärischen Hubschrauber von Airbus zeichnen sich durch hohe Effizienz aus und sind weltweit gefragt.

Foto: Senatspressestelle

Foto 2: © Airbus Defence and Space GmbH