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Der Senator für Inneres

Statistisches Jahrbuch 2017 Bremen erschienen

22.12.2017

Wie immer zum Jahresende veröffentlicht das Statistische Landesamt Bremen das Statistische Jahrbuch. Das umfassende Werk vermittelt einen Überblick über die demografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verhältnisse im Land Bremen und in den Städten Bremen und Bremerhaven.

Das Statistische Jahrbuch bietet viele Gelegenheiten zum Entdecken. In 22 Kapiteln und auf über 300 Seiten werden die aktuellen Ergebnisse verschiedener Statistiken gezeigt, die im Laufe des Jahres 2016 erhoben und zu Jahresergebnissen aufbereitet wurden. Viele der über 200 Tabellen und 70 Grafiken enthalten Vergleichsdaten der Vorjahre, damit Veränderungen und Entwicklungen deutlich werden. Damit bleibt das Statistische Jahrbuch ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle, die statistische Daten und Fakten für ihre Arbeit nutzen oder sich einfach nur informieren möchten.

Aus dem Inhalt:

  • Haushaltsstrukturen verändern sich: Der Anteil der Einpersonenhaushalte an den Privathaushalten lag im Jahr 2016 wieder unter 50 Prozent. Dafür ist der Anteil der Mehrpersonenhaushalte, hier insbesondere der größeren Haushalte mit vier und mehr Personen, gestiegen.
  • Privathaushalte hatten 2016 mehr Geld zur Verfügung: Die Zahl der Haushalte mit weniger als 1.500 Euro Nettoeinkommen im Monat ist zurückgegangen.
  • Nicht nur das verfügbare Nettoeinkommen ist gestiegen, insgesamt lebten 2016 mehr Menschen von eigener Erwerbs- bzw. Berufstätigkeit.
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist deutlich angestiegen, 319.000 Menschen gingen am 30.06.2016 einer Beschäftigung im Land Bremen nach.
  • Knapp 135.000 der Beschäftigten an den Arbeitsorten Bremen und Bremerhaven sind Einpendler, etwa 4.800 Menschen pendeln zwischen den Städten. Fast die Hälfte aller Einpendler kommt aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz und Diepholz.
  • In den bremischen Industriebetrieben waren 2016 mehr Menschen tätig als im Vorjahr (+1,3 Prozent), sie erwirtschafteten deutlich mehr Umsatz (+13,6 Prozent).
  • Auch der bremische Einzelhandel konnte 2016 ein Umsatzplus von 1,9 Prozent verzeichnen, jedoch bei abnehmender Beschäftigung (-1,5 Prozent). Dabei zeigen die verschiedenen Bereiche sehr unterschiedliche Ergebnisse, am deutlichsten hebt sich der "Einzelhandel außerhalb von Verkaufsräumen", also der Onlinehandel ab: Umsatz (+10,7 Prozent) und Beschäftigung (+5,1 Prozent) sind deutlich im Plus.
  • Gästen standen in Bremen knapp 15.000 Schlafgelegenheiten in Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Diese wurden gut genutzt, die Zahl der Übernachtungen ist 2016 erneut angestiegen, insbesondere Bremerhaven konnte ein deutliches Besucherplus verzeichnen.
  • Noch nie wurden mehr bremische Produkte exportiert: Waren im Wert von fast 20 Milliarden Euro wurden 2016 ausgeführt. Den größten Anteil daran hatten Enderzeugnisse.
  • Mehr als 290.000 PKWs waren am 1. Januar 2017 zugelassen, darunter waren 263 Elektro- und 1.283 Hybridautos.
  • Im Jahr 2016 wurden 7.570 Personen von bremischen Gerichten verurteilt. Mehr als die Hälfte der Verurteilten war bereits vorbestraft. Die häufigsten Delikte waren Betrug und Untreue, Diebstahl und Unterschlagung sowie Straftaten im Straßenverkehr.
  • In vielen medizinischen Bereichen hat die Zahl der (Fach-)Ärzte und Ärztinnen 2016 zugenommen. Insgesamt gibt es 4.044 berufstätige Ärztinnen und Ärzte.
  • In den 14 Bremer Krankenhäusern gab es im Jahresdurchschnitt 5.184 Betten. Diese waren mit mehr als 1,5 Millionen Belegungstagen zu fast 80 Prozent ausgelastet.
  • Die 319.008 Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen verfügten 2013 über Einkünfte von mehr als 10,2 Milliarden Euro, davon waren 8,6 Milliarden Euro zu versteuern.
  • Im Jahr 2016 verdienten Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmer/-innen 49.523 Euro im Jahr. Bei Männern liegt der durchschnittliche Jahresverdienst über 52.000 Euro, bei Frauen bei knapp 42.000 Euro.
  • Bremens Wirtschaft ist 2016 um 2,2 Prozent (preisbereinigt) gewachsen. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Entwicklung in der Industrie mit einem Wachstum von 10,2 Prozent.
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Statistisches Jahrbuch 2017

Trotz seines Umfangs stellt das Statistische Jahrbuch der Freien Hansestadt Bremen lediglich einen Ausschnitt aus dem umfassenden Daten- und Veröffentlichungsangebot des Statistischen Landesamtes Bremen dar. Die gewonnenen Daten werden in unterschiedlichen Formaten und Zugangswegen bereitgestellt. Interessierte können sich im Internet unter www.statistik.bremen.de informieren oder den zentralen Auskunftsdienst kontaktieren (Kontaktdaten siehe unten).

Ein kostenfreier Download der PDF-Datei des Statistischen Jahrbuchs 2017 ist ab sofort möglich unter
www.statistik.bremen.de.

Gedruckte Ausgaben zum Preis von 19 Euro (ggf. zuzüglich Versandkosten) sind ab Januar erhältlich.

Bestellungen werden bereits jetzt vorgemerkt, bitte richten Sie diese an:

Statistisches Landesamt Bremen
An der Weide 14-16
28195 Bremen
Telefon: (0421) 361 6070
E-Mail: info@statistik.bremen.de