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Senatskanzlei

Neue Brücken bauen: Bremer Landesvertretung bietet Chancen für Geflüchtete

26.10.2017

Die Landesvertretung Bremen in Berlin versteht sich als offenes Haus, eine Art Botschaft, für alle Bürgerinnen und Bürger aus Bremen und Bremerhaven. In der täglichen Arbeit werden Brücken von Berlin in unser Bundesland Bremen gebaut, egal ob es sich dabei um eine Informationsveranstaltung, Konferenzen oder die tägliche Arbeit für die Beschäftigten der Bundesratsabteilung geht.

Die Landesvertretung hat mit dem Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gänzlich neue "Brücke" gebaut. Diesmal nicht von einem Ort zum anderen, sondern von Deutschland in die ganze Welt. Mit dieser neu gebauten Brücke geht das Bremer Ressort mit positivem Beispiel voran, Flüchtlingen die Integration in Deutschland zu ermöglichen.

Rezene Ghide, ein 27-jähriger Mann aus Eritrea, war für die letzten sechs Wochen ein neues Teammitglied in der Landesvertretung Bremen. Ghide flüchtete unter Lebensgefahr 2016 aus seinem Heimatland, in dem es bis heute eine Militärdiktatur und eine katastrophale Menschenrechtslange gibt, die wir uns in Deutschland nur äußerst schwer vorstellen können.

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v.l. Ulrike Hiller, Jens Adam, Olga Meider, Rezene Ghide, Thomas Rosenthal und Petra Fritzsch

"Die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft ist eine Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen. Wir als Bremer Landesvertretung gehen sehr gerne mit gutem Beispiel voran und ermöglichen, dass geflüchtete Menschen praktische Erfahrungen in unserem Ressort sammeln können. Rezene Ghide hat bereits einen Sprachkurs über die Agentur für Arbeit begonnen, jetzt gilt es für ihn, den beruflichen Alltag kennenzulernen und gleichzeitig die erworbenen Sprachkompetenzen auszubauen", so Staatsrätin Ulrike Hiller.

Aufgrund seiner handwerklichen Erfahrungen und seines Geschicks, konnte Ghide in verschiedene Bereiche der Landesvertretung Bremen reinschnuppern. In den Zentralen Diensten half er bei Reparaturen und Räumarbeiten, im Küchenbereich unterstützte er den Küchenchef und auch im Gästehaus der Landesvertretung packte er mit an. Ziel war es nicht nur mitzuarbeiten, sondern auch den Arbeitsalltag hautnah zu erleben und "on the Job" unsere Sprache intensiver zu üben.

"Ich möchte mich an dieser Stelle für das enorme Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesvertretung Bremen bedanken, die mit Ihrem Einsatz solch eine gelebte Integration überhaupt erst möglich gemacht haben. Der Schlüssel für das Gelingen der Integration von Flüchtlinge liegt nicht nur darin Sprachbarrieren zu überwinden sondern auch unsere Lebenswelt und Kultur kennen und lieben zu lernen," so Staatsrätin Ulrike Hiller.

Rezene Ghide wird nach seinem Praktikum von der Agentur für Arbeit weiter betreut, um den nächsten Integrations- und Sprachkurs zu absolvieren. Für die Landesvertretung Bremen geht es in eine neue Runde. Die nächsten Bewerbungen sind bereits eingetroffen, um einen weiteren Flüchtling zu ermöglichen, den Arbeitsalltag in Deutschland kennen zu lernen.

Foto: Landesvertretung Bremen