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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Opiate, U-Boote, Reeperbahnen und Fluid-Engineering: Senator Nagel zu Besuch in Bremen-Nord

31.07.2009

Ausbildungsquote in besuchten Unternehmen trotz Krise gut

Der gestrige Tag (30.07.2009) der Sommertour führte Wirtschafts- und Häfensenator Ralf Nagel nach Bremen-Nord. In vier Unternehmen informierte er sich über die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Ausbildungssituation für das kommende Lehrjahr.
„Die Krise ist bei den besuchten Unternehmen kein Grund die Ausbildungskapazität herunter zufahren. In den besuchten mittelständischen Unternehmen kann ich keine Bestätigung für anderslautende Berichte finden. Qualifizierte Fachkräfte sind für zukunftsfähige Unternehmen das A und O“, so Senator Nagel.


Senator Nagel im Gespräch mit Jens Rohpeter, Geschäftsführer der Firma Haindl

Senator Nagel im Gespräch mit Jens Rohpeter, Geschäftsführer der Firma Haindl


Zu Beginn des Tages stand ein Besuch bei der Gesellschaft für Micronisierung auf dem Tourplan. Das mit 70 Prozent Marktanteil in Europa agierende Unternehmen verkleinert angelieferte pharmazeutische Stoffe bis in den Mikrometer-Bereich hinein. In speziell hergerichteten Labors werden in keimfreier Umgebung zum Beispiel Wirkstoffe für Kopfschmerztabletten zerkleinert, ohne dass dabei die Wirkung beeinträchtigt wird. „Der Schlüssel zum fertigen Produkt liegt für viele Pharmariesen in Bremen-Nord. Auf solche Unternehmen kann Bremen stolz sein“, freute sich Senator Nagel.


Der anschließende Besuch bei der Haindl Kunststoffverarbeitung führte Senator Nagel zu einem Mitglied des Kunststoffkompetenz-Zentrums Bremen Nords. In Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Fraunhofer IFAM ist dort ein schlagkräftiger Verbund entstanden. So werden bei Haindl auch militärisch sensible Aufträge für U-Boote und Fregatten bearbeitet. „Die Zertifizierung für diesen Produktionszweig zeigt, mit welcher Wertigkeit hier gefertigt wird“, kommentierte Senator Nagel seinen Besuch.


Im weiteren Verlauf des Tages schaute Senator Nagel auch bei der Geo. Gleistein & Sohn GmbH vorbei. Das in der achten Generation geführte Unternehmen ist seit der Anfangszeit auf die Herstellung von Seilen und Tauen spezialisiert. Anfangs auf 330 Meter langen Reeperbahnen gedreht und geschlagen, verläuft die Produktion heute durch die Entwicklung eigener Maschinen komprimierter. Mit zusätzlicher Produktion in der Slowakei, sowie Vertriebsstätten in England und Frankreich expandierte das Unternehmen, um den Standort in Bremen-Nord absichern zu können. „Die Expansion sichert durch kluges Management wertvolle Arbeitsplätze in Bremen. Die Konzentration der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Standort Bremen spricht für den Fachkräftemarkt am Standort“, so Senator Nagel weiter.


Der Fachgroßhandel für Dichtungstechnik, die Franz Gottwald GmbH, bildete den Abschluss des Besuchstages. Aus dem ursprünglichen Markt heraus, agiert das Unternehmen mittlerweile von Schleswig-Holstein bis an den Harz heran auch als Industriedienstleister. Mit eigener Fahrzeugflotte ist das Unternehmen immer dann vor Ort, wenn im Großbetrieb mal wieder eine Maschine streikt. Auf die flüssigen Stoffe spezialisiert, hilft der „Fluidengineer“ der Maschine wieder auf die Beine. „Das Unternehmen steht solide im Markt. Der letzte Woche bezogene Neubau in Oslebshausen ist zudem ein wichtiges Signal in wirtschaftliche schwierigen Rahmenbedingungen.“


[Foto: Pressereferat Senator für Wirtschaft und Häfen]