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Die Senatorin für Finanzen

Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst

24.06.2009

„Wir wollen die Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten erhalten und erhöhen. Dafür ist ein langfristig ausgerichtetes Gesundheitsmanagement unverzichtbar,“ erklärt Bürgermeisterin Karoline Linnert mit Blick auf die gestern abgeschlossene Dienstvereinbarung zum Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Gesamtpersonalrats (GPR) Doris Hülsmeier, Holger Rosen als stellvertretendem Vorsitzenden der Gesamtschwerbehindertenvertretung und André Schlüter als Vorsitzender des Gesamtrichterrates unterzeichnete die Bürgermeisterin das Dokument im „Haus des Reichs“. „Gesundheitsmanagement ist keine einmalige Aktion sondern eine Daueraufgabe. Es ist ein wichtiger Beitrag zur zukunftsorientierten Personalpolitik, die langfristig und flexibel angelegt sein muss. Es gibt keine Patentrezepte. Es kommt darauf an, die speziellen Arbeitsbedingungen in den einzelnen Dienststellen gemeinsam mit den dort Beschäftigten zu untersuchen und Maßnahmen im Sinne der Prävention zu ergreifen.“


Beim Unterzeichnen der Dienstvereinbarung zum Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst: Doris Hülsmeier (GPR-Vorsitzende), André Schlüter (Vorsitzender des Gesamtrichterrates), Holger Rosen (stellvertretender Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung) und Bürgermeisterin Karoline Linnert (von links)

Beim Unterzeichnen der Dienstvereinbarung zum Gesundheitsmanagement im öffentlichen Dienst: Doris Hülsmeier (GPR-Vorsitzende), André Schlüter (Vorsitzender des Gesamtrichterrates), Holger Rosen (stellvertretender Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung) und Bürgermeisterin Karoline Linnert (von links)


Die GPR-Vorsitzende Doris Hülsmeier betont: „Arbeit darf nicht krank machen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist erforderlich, um möglichst vorausschauend belastende Faktoren in der Arbeit zu erkennen und abzubauen. Häufig wissen die Beschäftigten selbst am besten, welche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erforderlich wären. Für ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement ist entscheidend, dass die Beschäftigten aktiv an der Überprüfung und Gestaltung von Arbeitsverhältnissen beteiligt werden.“


Ausgangspunkt des Gesundheitsmanagements ist ein effektives Berichtswesen. Dazu gehört eine Datenerhebung über den Gesundheitszustand der Beschäftigten. Die Dienstvereinbarung sorgt dafür, dass in Dienststellen künftig Gremien gegründet und Verantwortliche benannt werden, die sich explizit und kontinuierlich um Fragen von gesundheitlicher Belastung und Gesundheitsförderung der Beschäftigten kümmern.


Gesundheitsmanagement setzt bei der Prävention an. Es schafft Rahmenbedingungen, die Berufskrankheiten oder psychischen Belastungen vorbeugen. Bremen fängt dabei nicht bei Null an. Bisherige Ansätze und Aktivitäten in einzelnen Dienststellen sollen jetzt auf breite und solide Basis gestellt werden. Natürlich gehören gesundheitsfördernde Angebote wie Rückenschule, Sport-, Ernährungs- oder Raucherentwöhnungskurse ebenso dazu wie Gesundheitstage, Stressbewältigungstraining oder MitarbeiterInnenbefragungen. Es unterstützt das individuelle Gesundheitsverhalten und legt Schwerpunkt auf gesundheitsfördernde Gestaltung von Arbeitsverhältnissen. Kommentar von Karoline Linnert: „Gesundheitsvorsorge ist eine wichtige Managementaufgabe. Sie kann nur funktionieren, wenn sie Dienststellenleitung und Beschäftigte gemeinsam zum Thema machen.“


[Foto: Pressereferat Senatorin für Finanzen]