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Die Senatorin für Finanzen

Frischluft für das Siemenshochhaus

28.04.2009

Senat beteiligt sich an Gebäudesanierung mit 1,4 Millionen Euro/Refinanzierung durch sinkende Energiekosten

Künftig sollen die knapp 300 Beschäftigten im Siemenshochhaus ihre Bürofenster öffnen können. Um dies zu ermöglichen, wird Bremen sich an den Kosten der anstehenden Gebäudesanierung mit 1,4 Millionen Euro beteiligen. „Die Arbeitsbedingungen im Hochhaus werden sich durch die Sanierung enorm verbessern und die Energiekosten deutlich gesenkt“, betont Finanzsenatorin Karoline Linnert. Sie geht davon aus, dass die Sanierung auch auf den überdurchschnittlich hohen Krankenstand im Gebäude Auswirkungen haben wird. „Gebäude können krank machen. Mit der anstehenden Sanierung werden die Voraussetzungen für ein gutes Arbeitsklima geschaffen – im wahrsten Sinne des Wortes.“ Karoline Linnert ist froh, dass mit dem heutigen Senatsbeschluss die jahrelangen Auseinandersetzungen über die „richtige“ Sanierung beendet sind. Refinanziert wird die Investition durch sinkende Energiekosten von rund 150.000 Euro jährlich. Der Mietvertrag läuft noch bis zum Jahr 2032.


Seit Sommer letzten Jahres hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Finanzsenatorin verschiedene Sanierungsvarianten geprüft: Alle Beteiligten (die Ressorts Bau-, Soziales und Finanzen, die betroffenen Personalvertretungen und der Gesamtpersonalrat sowie Immobilien Bremen) haben sich für die Variante mit zu öffnenden Fenstern ausgesprochen und eine Vereinbarung getroffen (vgl. Anhang). Danach soll neben der Sanierung mit zu öffnenden Fenstern geklärt werden, wie das Gebäude unter der Berücksichtigung der in Bremen üblichen Standards (Flächennutzung) effektiver genutzt werden kann. Dadurch sollen die laufenden Kosten weiter reduziert werden.


Doris Hülsmeier, Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, begrüßt die jetzt gefundenen Lösung: „Die Leidenszeit der Beschäftigten hat ein absehbares Ende. Aktuell gibt es im Siemenshochhaus große gesundheitliche Beeinträchtigungen, der Krankenstand ist hoch. Die zu öffnenden Fenster werden sich positiv auswirken und sind daher auch als Ausdruck der Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sehen.“ Gleichzeitig würdigt sie den Prozess der gleichberechtigten Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe als gelungene Beteiligung der Personalräte.


Oliver Bongartz, Geschäftsführer von Immobilien Bremen, wird jetzt mit dem Hauseigner (Contrescarpe 72-Objektgesellschaft mbH & Co.KG) kurzfristig eine Vereinbarung treffen, damit in den nächsten Wochen die konkreten Bauplanungen beginnen können. „Vorgespräche haben stattgefunden. Die Bereitschaft, den geplanten Umbau durch zu öffnende Fenster zu modifizieren, ist da.“ Die alte Planung beinhaltete eine geschlossene Fassade, eine Erneuerung der Anlagen für Be- und Entlüftung, Heizung, Kühlung und Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommen sollen jetzt so genannte Prallscheiben, die den direkten Winddruck von den Fenstern nehmen und die Öffnung ermöglichen. „Die Baumaßnahmen können nächstes Jahr beginnen und voraussichtlich Ende 2010 beendet werden.“


„Was lange währt, wird endlich gut“, betont Baustaatsrat Wolfgang Golasowski. „Wir haben für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich eine Lösung gefunden, mit der alle zufrieden sein können. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Arbeiten. Dann gibt es im Siemenshochhaus ein Fest.“


Karoline Linnert dankte den Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit. „Alle haben engagiert mitgearbeitet sich aufeinander zu bewegt. Die gefundene Lösung berücksichtigt die Interessen der Beschäftigten ebenso wie die Bremer Finanzen.“


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