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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Eltern wählen mehr gemeinsames Lernen

20.02.2009

Die Anwahlzahlen für den Übergang der Schülerinnen und Schüler von Klasse 4 nach Klasse 5 für das kommende Schuljahr 2009/2010 liegen der Bildungsbehörde jetzt vor. Ausgewertet wurde bisher die Erstwahl. Die Eltern konnten insgesamt drei Wünsche an-geben. „Unser Konzept geht auf“, kommentierte Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper den Trend. „Es wird uns gelingen, durch mehr attraktive Standorte die überproportionale Anwahl einzelner Schulen zu entspannen.“ Erfreulich sei, dass Schulen im Reformpro-zess, die im kommenden Schuljahr mit einem Oberschulkonzept beginnen wollen, stark nachgefragt seien. „Das bestätigt uns in der eingeschlagenen Richtung zu längerem ge-meinsamen Lernen und zur Vereinfachung des Systems“, sagte Jürgens-Pieper. Sie nann-te als neue, hervorragend angewählte Standorte das Schulzentrum an der Lerchenstraße in Bremen-Nord, das Schulzentrum Findorff in Walle und das Schulzentrum an der Ronze-lenstraße in Horn.
Nach wie vor werden Gesamtschulen und Gymnasien hoch angewählt. Beispiele für her-vorragende Anwahlzahlen sind die Gesamtschule Ost, die Gesamtschule West, die Integ-rierte Stadtteilschule Sandwehen und die Integrierte Stadtteilschule Leibnizplatz. Bei den Gymnasien stehen nach wie vor das Hermann-Böse-Gymnasium und das Kippenberg-Gymnasium in der Innenstadt hoch im Kurs.

Rechnet man die Überhänge in den 8 Gymnasien gegen die freien Plätze dieser Schulart auf, dann seien unterm Strich nach Berücksichtigung der Erstwahl noch 48 offene Plätze stadtweit zu vergeben. Bei den Gesamtschulen fehlten nach dieser Rechnung jedoch ins-gesamt 83 Plätze. „Wir werden nach der Sommerpause intensiv am Standortkonzept ar-beiten und weitere attraktive Oberschulen entwickeln“, kündigte die Bildungssenatorin an. „Unser Ziel ist es, möglichst allen Eltern eine Schule ihrer Wahl anzubieten.“ Die Senatorin verhehlte nicht, dass es auch problematische Standorte gibt, die nur eine geringe Anwahl-zahl haben. „Wir werden mit neuen Konzepten und Neugründungen darauf reagieren“, sagte sie.

Beim Übergang in die Einführungsphase der Oberstufe treffen im kommenden Schuljahr 2009/2010 die Schülerinnen und Schüler des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs (Abitur nach 8 Jahren) mit denjenigen Schülerinnen und Schülern zusammen, die ihr Abitur nach 9 Jahren ab-legen werden, dem so genannten „Doppeljahrgang“. Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper: „Wie erwartet, reicht die Zahl der Plätze aus, vor allem auch deshalb, weil wir drei neue Oberstufen entwickeln.“ Allerdings seien noch eine Reihe von Beratungen nötig, dabei werde aber darauf ge-achtet, dass die Leistungskurswahl der Schülerinnen und Schüler gesichert sei.