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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Rund 170 neue Betreuungsplätze für die Jüngsten / Rechtsanspruch ab 2013

03.02.2009

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter stellt die Ausbauplanung für die Betreuung von unter 3-jährigen Kindern vor

Im nächsten Kindergartenjahr können rund 2.400 Kinder unter 3 Jahre einen Betreuungsplatz in einer Gruppe oder bei einer Tagesmutter (320 Plätze) bekommen. Das sind rund 170 Plätze mehr als im Vorjahr. Die Betreuungsquote steigt damit auf über 17 Prozent an.


Derzeit ist das Betreuungsangebot in den Stadtteilen sehr unterschiedlich. Es reicht von 5 Prozent in Oberneuland bis hin zu 28 Prozent in der östlichen Vorstadt. In nächsten Ausbauschritten werden vor allem jene Stadtteile berücksichtigt, die derzeit noch sehr wenige Betreuungsangebote aufweisen. Das sind unter anderem Blumenthal, Gröpelingen, Obervieland, Vahr, Hemelingen und Osterholz.


„Der Ausbau der Kinderbetreuung für die Kleinsten hat für uns höchste Priorität. Wir wollen damit zum einen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Eltern, die schnell wieder in den Beruf einsteigen wollen oder müssen, sind auf diese Betreuungsplätze angewiesen. Wir verfolgen aber auch eine sozialpolitische Zielsetzung. Kinder, die in ihren Familien nicht die notwendige Unterstützung bekommen, können so frühzeitig gefördert werden“, sagte Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter in der heutigen Senatspressekonferenz (3. Februar 2009).


In den nächsten Tagen wird den zuständigen Gremien außerdem die Ausbauplanung des Ressorts für die Jahre 2010 bis 2013 für die Betreuungsplätze der unter 3-jährigen Kinder vorgelegt. „Wir werden ab 2010 jährlich rund 500 und mehr zusätzliche Plätze schaffen“, erläuterte die Sozialsenatorin. Ein Großteil der Plätze wird in Einrichtungen entstehen. Dazu zählen Krippen und Kleinkindgruppen, betriebsnahe Angebote sowie alterserweiterte Gruppen in Kitas. Geplant sind aber auch zusätzliche Plätze bei Tagesmüttern. Allerdings wird der Anteil der Plätze bei Tagesmüttern an der Gesamtbetreuung eher sinken.


Ein Teil des Angebotes wird darüber hinaus durch sozialpädagogische Spielkreise abgedeckt werden. Sie werden vor allem von Kindern genutzt, deren Eltern nicht auf zeitlich umfassendere Betreuung angewiesen sind. Der Schwerpunkt liegt hier bei der frühzeitigen Förderung und Bildung der Kinder.


Vom Bund stehen für den Ausbau der Betreuungsplätze in den Jahren 2010 bis 2013 für die Stadtgemeinde Bremen 8,8 Mio. Euro an Investitionsmittel zur Verfügung. Zusätzlich müsste Bremen selbst für diesen Zeitraum 7,8 Mio. Euro aufbringen.