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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Senator Nagel: Die bremischen Häfen behaupten sich gegen die Konkurrenz

27.01.2009

Standorte Bremen und Bremerhaven legen Umschlagszahlen für das Jahr 2008 vor – Beim gesamten Güteraufkommen um 7,9 Prozent zugelegt, bei Containern um 12,6 Prozent

„2008 haben die bremischen Häfen trotz der sich verstärkenden Finanz- und Wirtschaftskrise ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, sagte Wirtschafts- und Häfensenator Ralf Nagel am Dienstag (27.01.2009). Wie er weiter mitteilte, wuchs der Gesamtumschlag im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 74,6 Millionen Tonnen. Der Empfang legte dabei um 7,1 Prozent auf 38,8 Millionen Tonnen zu, der Versand um 8,7 Prozent auf 35,8 Millionen Tonnen. „Unsere maritimen Logistikfirmen haben sich in einem zunehmend schwierigen ökonomischen Umfeld ausgezeichnet geschlagen“, zog Senator Nagel Bilanz.




Nachdem die Standorte Bremen und Bremerhaven im Dezember auf der Basis der ersten zehn Monate eine vorläufige Schätzung der Ergebnisse des Jahres 2008 veröffentlicht hatten, liegen jetzt genaue Zahlen vor – auch für den Containerumschlag, das weiterhin wichtigste Marktsegment in den bremischen Häfen. Dieser stieg im abgelaufenen Jahr um 12,6 Prozent und erreichte mit 5,5 Millionen TEU das mit Abstand beste Ergebnis in der Geschichte der bremischen Häfen (2008: 4,9 Millionen TEU).




„Im vierten Quartal machte sich die einsetzende Schwächephase der weltwirtschaftlichen Entwicklung auch an unseren Kajen bemerkbar“, sagte Nagel. „Das beste Monatsergebnis des Jahres 2008 wurde mit 507.000 TEU im Oktober erzielt, das schlechteste mit 378.000 im Dezember.“ Zum Vergleich: Im Dezember 2007 waren an der Weser 394.000 TEU umgeschlagen worden, im Dezember 2006 361.000 TEU.




„Der rückläufige Welthandel wirkt sich direkt auf den Umschlag der bremischen Häfen aus“, sagte Nagel. „Dennoch ist es 2008 gelungen, die Zahl der umgeschlagenen Boxen um deutlich mehr als 600.000 TEU zu erhöhen. Damit hat Bremerhaven seinen Marktanteil in der Hamburg-Antwerpen-Range deutlich erhöht.“




Auf der Habenseite verbucht die Bilanz des Jahres 2008 auch das konventionelle, nicht in Containern verstaute Stückgut. Bremen und Bremerhaven legten hier auf 9,7 Millionen Tonnen zu – ein Plus von 5,8 Prozent, mit dem die Zwillingshäfen ihre Position als deutscher Marktführer in diesem Segment ausbauen konnten.




Während die Hafengruppe beim Gesamtstückgut – Container und konventionelle Stückgutladung – mit 64,9 Millionen Tonnen (plus 11,9 Prozent) sehr gut abschnitt, mussten beim Massengut Rückgänge in Kauf genommen werden. Es erreichte 2008 eine Größenordnung von 9,8 Millionen Tonnen (minus 12,9 Prozent).