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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Senatorin Rosenkötter besucht Brustzentrum am Klinikum Bremen-Nord

29.10.2008

Der Monat Oktober ist seit 1984 weltweit dem Brustkrebs gewidmet. Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gibt es in Deutschland über 57.000 Neuerkrankungen pro Jahr (515 in Bremen). Jährlich sterben 17.600 Frauen an Brustkrebs (158 in Bremen).


Für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Brustkrebs-Patientinnen sind – so auch die Gesundheitsministerkonferenz 2008 - vor allem der Aufbau von Mammografie-Screenings zur Früherkennung, die Zertifizierung von Brustzentren und strukturierte Behandlungsprogramme mit neu entwickelten Medikamenten und Therapiestrategien notwendig.


Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter: „Bremen ist in der Versorgung der an Brustkrebs erkrankten Frauen sehr gut aufgestellt. Wir haben fünf zertifizierte Brustzentren. Außerdem führen wir das Mammographie-Screeningprogramm zur Früherkennung von Brustkrebs seit 2001 durch. Die statistische Erfassung durch das Bremer Krebsregister für wissenschaftliche Auswertung ist vollzählig gelungen.“


Exemplarisch für die gute Versorgung hob Rosenkötter das Brustzentrum am Klinikum Bremen Nord hervor, das sie in der ersten November-Woche besuchen wird. Die seit zehn Jahren entwickelte Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen des Krankenhauses und seiner Kooperationspartner zeigt sich u.a. in den Fallkonferenzen, die wöchentlich stattfinden. In diesem Rahmen beraten sich die operierenden und betreuenden Ärztinnen und Ärzte mit den am Fall beteiligten Vertreter/innen der Pathologie, Röntgendiagnostik, Strahlentherapie, Onkologie, Psychologie, dem Sozialdienst und der niedergelassenen Gynäkologin. Diese Struktur ermöglicht die Begleitung jeder Patientin von der Diagnose zur Nachsorge und gewährleistet ein individuelles Behandlungsschema.


Neben der körperlichen Diagnostik und Therapie von Brustkrebs benötigen die betroffenen Frauen auch ein Angebot an psychologischer Begleitung und Unterstützung, denn die Mitteilung der Diagnose „Krebs“ löst in der Regel Gefühle wie Angst, Unsicherheit und Verzweiflung aus. Hier leisten in Bremen und Bremerhaven zahlreiche Selbsthilfegruppen, Sport- und Bewegungsangebote des Landessportbundes, die Krebsberatungsstelle und der Bremer Arbeitskreis Brustkrebs wichtige Arbeit. Im Klinikum Links der Weser werden zudem seit 2004 „Breast Nurses“ ausgebildet, die Frauen mit Brustkrebs begleiten. Die zweite „Breast Nurse Conference“ findet am LdW im November statt.