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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Projekt aus dem Masterplan Fischereihafen wird umgesetzt

24.09.2008

Forschungs- und Entwicklungsmeile am Handelshafen in Bremerhaven

Die Deputation für Wirtschaft und Häfen hat heute (28.09.2008) die Errichtung einer Forschungs- und Entwicklungsmeile am Handelshafen in Bremerhaven beschlossen. Auf dem ehemaligen Gelände von bremenports soll durch umfangreiche Sanierungen und begleitende Maßnahmen ein Technologiezentrum mit maritimem Schwerpunkt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Alfred Wegener-Institut und der Hochschule Bremerhaven geschaffen werden.


„Mit diesem Maßnahmenbündel werden Forschung und Entwicklung in Bremerhaven weiter gestärkt. Kurze Wege zu bestehenden Wissenseinrichtungen und die Lage am Fluss sind die Stärken des Standortes und Anreiz für maritime Technologieunternehmen. Der schnelle Abschluss mit den ersten privatwirtschaftlichen Mietern bestärkt uns in der Richtigkeit der Entscheidung“, so Wirtschafts- und Häfensenator Ralf Nagel.


Das ehemalige Gelände stand seit dem Umzug des Hansestadt Bremischen Hafenamtes und bremenports ins Büro- und Hotelgebäude Sail City am Alten Hafen zur weiteren Verwendung frei. Schon kurz nach der Entscheidung des Umzuges hat sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus dem Magistrat Bremerhaven, des Alfred-Wegener-Insituts (AWI) und der Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS zusammengesetzt, um ein Entwicklungs- und Nutzungskonzept für diese Fläche zu erarbeiten. Das Nutzungskonzept für ein Technologie- und Gründerzentrum „F&E Meile“ mit maritimen Schwerpunkt knüpft dabei an die räumlichen und inhaltlichen Gegebenheiten an. Mit der F&E Meile wird den bereits in Bremerhaven ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen ein weiterer Baustein hinzugefügt, um so das Profil des maritimen Kompetenzclusters Bremerhaven weiter zu entwickeln.


Mit dieser Maßnahme wird eine zentrales Projekt der Koalitionsvereinbarung realisiert und gleichzeitig ein im ebenfalls heute zur Kenntnis genommenen „Masterplan Fischereihafen“ angestrebtes Projekt umgesetzt.

Im Einzelnen besteht die Maßnahme aus sieben einzelnen Projekten. Dazu gehört die Sanierung der Bussestraße 27 ebenso wie die Sanierung der ehemaligen Werkshallen und des Trockendocks. Im ehemaligen Bürogebäude von bremenports an der Bussestraße 27 sind mit den Unternehmen OPTIMARE, ISITEC, TRIOS und KÜFOG die ersten Mietverträge unterzeichnet, so dass dort ein maritimes Technologiezentrum entstehen kann. Zusätzlich werden das AWI und das Institut für marine Ressourcen (IMARE) dort einziehen. So werden die Kooperationspotentiale zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und wirtschaftlichen Unternehmen verstärkt. Damit sind 100% der vermietbaren Fläche schon jetzt belegt.


Des Weiteren wird das Bürogebäude an der Körperstraße 12 hergerichtet. Hier beabsichtigt das AWI einen Betriebskindergarten für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FuE-Meile einzurichten. Die weiteren Kosten der Maßnahme wurden für Marketing, Freiflächengestaltung und baulich bedingte Nebenkosten eingeplant. Die gesamte Maßnahme wird zu 100% aus Geldern des EFRE-Programms der Europäischen Union getragen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 3,6 Mio. Euro.