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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Neues Kindergartenjahr hat begonnen

29.08.2008

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter berichtet über die Betreuungssituation und Schwerpunkte des Kita-Ausbaus

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter nahm heute (29. August 2008) in der Kita „Betty-Gleim-Haus“ einen Ausblick auf das Kindergartenjahr 2008/09 vor. Danach werden in den Bremer Kindergärten in diesem Jahr insgesamt über 13.000 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut und gefördert. Rund 8.700 dieser Kinder (67%) sind täglich sechs Stunden und mehr in ihrer Kita. Für Grundschulkinder gibt es in den Horten 3.600 Plätze. Das entspricht einer Betreuungsquote von 18 Prozent bei den 6 bis 10-Jährigen außerhalb von Schulen. Bei den unter 3-Jährigen hat Bremen nach der dritten Ausbaustufe eine Versorgungsquote von über 14 Prozent erreicht.


„Wir haben unser Betreuungsangebot für die Bremer Kinder deutlich ausbauen können. Im letzten Kindergartenjahr waren noch fast 30 Prozent aller Kita-Plätze auf vier oder fünf Stunden Betreuungszeit ohne Mittagessen begrenzt. In diesem Jahr sind das nur noch ca. 20% aller Plätze. Alle Kinder, deren Eltern das wünschen, können in der Kita mittags mit Essen versorgt werden“, so Ingelore Rosenkötter.


Bremens Sozialsenatorin erinnerte außerdem an die weiteren Verbesserungen in der Kinderbetreuung, die im Rahmen der Haushaltsverhandlungen beschlossen wurden und nun wirksam werden. Danach erhalten alle Kinder von Mindestbeitragszahlern das Mittagessen in der Kita kostenlos. Der Betreuungsschlüssel in den Gruppen wurde erhöht. Im Laufe des Jahres sollen ca. 110 zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen in den Kitas eingesetzt werden. Der Personalschlüssel variiert dabei je nach Anforderung der jeweiligen Einrichtung. Gesichert ist außerdem die Ferienbetreuung. Auch die Kinder nicht berufstätiger Eltern können nun in den Schulferien die Kita weiter besuchen. Für Kinder unter drei Jahren werden jährlich ca. 110 Plätze zusätzlich eingerichtet. Dazu kommen 50 weitere Plätze in Spielkreisen.


„Ich möchte den Ausbau der Kinderbetreuung in Bremen konsequent fortsetzen“, so Rosenkötter. „Dazu gehört für mich, dass wir für die Mehrheit der Kinder eine Betreuungszeit von täglich mindestens sechs Stunden und länger erreichen. Mir liegt es auch ganz besonders am Herzen, die Qualität der Betreuung weiter zu steigern. Dazu brauchen wir noch mehr qualifiziertes Personal in unseren Einrichtungen, um Sprachförderung, naturwissenschaftliche Bildung, soziale Kompetenzentwicklung, Zusammenarbeit mit den Grundschulen und vieles mehr intensivieren zu können. Unsere Kitas sind auf einem guten Weg, noch mehr zu Bildungseinrichtungen zu werden und dies möchte ich durch meine politische Schwerpunktsetzung unterstützen.“


Aus diesem Grund werde an dem Rahmenplan für Bildung und Erziehung gemeinsam mit den Trägern der Kindertagesbetreuung, der Elternvertretung und anderen Akteuren und in Abstimmung mit dem Bildungsressort weitergearbeitet. Dies habe gestern auch die Sozialdeputation beschlossen. „Ich möchte zu verbindlichen Qualitätsvereinbarungen für alle Einrichtungen kommen“, so die Senatorin.


Bildung im Kita-Alltag - das ist im Betty-Gleim-Haus bereits umgesetzt und wird von den Kindern begeistert aufgenommen. Kita-Leiterin Gisela Finke zählt nur einige Schlaglichter auf: „Am Montag haben wir immer Schulprojekt, um unsere älteren Kinder besonders zu fördern und ihnen neue Anregungen zu bieten. Am Dienstag findet die Kinderkonferenz in den Gruppen statt. Alle vier Wochen trifft sich außerdem das Kinderparlament, in dem die Vorschulkinder vertreten sind und das Belange für das ganze Haus regelt. Am Mittwoch ist unser Projekttag. Es gibt Angebote für alle Bildungsbereiche und die Kinder wählen dann zwischen Bewegung, Experimenten, Bauen und vielem mehr. Am Donnerstag öffnen wir jeweils drei Gruppen und die Kindern können wieder unterschiedliche Angebote der Erzieherinnen und Erzieher wahrnehmen.“