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Senatskanzlei

Erinnerungen an den Bremer Brückenbauer für den Frieden

"Ein Abend für Hans Koschnick" in der Landesvertretung Bremen in Berlin

30.11.2016

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "brem.talk – hans jessen und gäste" lud die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, gestern Abend (Dienstag, 29. November) zu einem "Abend für Hans Koschnick" in die Landesvertretung Bremen in Berlin ein. Zusammen mit Freunden, Weggefährten und Experten wurde an das Leben und Schaffen Hans Koschnicks erinnert, der am 21. April 2016 im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Staatsrätin Hiller begrüßte rund 100 Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Botschaften Israel, Bosnien und Herzegowina, Russland, Polen, Rumänien und Namibia.

"Ein Abend für Hans Koschnick" (v.l.) Ulrike Hiller, Christian Weber, Karla Müller-Tupath, Bernd Neumann, Marieluise Beck, Hans Jessen, Wolfgang Eichwede

Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, wies in seiner Begrüßung auf die großen Verdienste des ehemaligen Bürgermeisters für die Freie Hansestadt Bremen hin. Und in einer Video-Botschaft erinnerte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an Hans Koschnicks unerschütterlichen Glauben an die Versöhnung und Verständigung zwischen den Völkern. Die Aussage Hans Koschnicks "Wo gesprochen wird, da fallen keine Schüsse" sei auch zu seinem Antrieb geworden, so Steinmeier.

In der anschließenden von Hans Jessen moderierten Podiumsdiskussion beschrieb Prof. Dr. h.c. Bernd Neumann wie aus langjährigen politischen Kontrahenten letztendlich Freunde werden konnten: "Verlässlichkeit, Kompromissfähigkeit, Kameradschaft waren herausragende Eigenschaften von Hans Koschnick". Der ehemalige Kulturstaatsminister erinnerte an die großen Sympathien, die Hans Koschnick quer alle Bevölkerungsgruppen entgegenkamen und an seine Gradlinigkeit auch in schwieriger Situation, wie z.B. bei der Schließung der Werft AG Weser. Marieluise Beck, MdB, berichtete, dass der "Bremer Brückenbauer für den Frieden" bis heute hohes Ansehen in Ost- und Süd-Ost-Europa genieße und stellte seine pragmatische und zugleich entschlossene Art (Außen-) Politik zu betreiben heraus. Auch Wolfgang Eichwede, ehemaliger Direktor des Osteuropa Institutes in Bremen, würdigte Koschnicks Leistung bei der Städtepartnerschaft Bremen und Gdañsk und der Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen. Die Koschnick-Biografin Karla Müller-Tupath erinnerte an den großen Bremer Bürgermeister, der sich stets um den Zusammenhalt der Gesellschaft sorgte und der "heute als Ansprechpartner und Ratgeber fehlt".

Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen; Fotograf M. El Sauaf