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Senatskanzlei

Bremen und Groningen setzen auf intensive Zusammenarbeit und wollen die „Wunderlinie“

Bürgermeister Sieling unterstreicht Wichtigkeit attraktiver und schneller Verkehrsverbindungen

18.11.2016
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Bürgermeister Peter den Oudsten und Bürgermeister Carsten Sieling (v.r.)

Die beiden Bürgermeister sind sich einig: Bremen und Groningen wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren! Das bekräftigten heute (18. November 2016) der Groninger Bürgermeister Peter den Oudsten und Bremens Regierungschef Carsten Sieling. Sieling war für zwei Tage nach Groningen gereist, um politische Gespräche mit seinem niederländischen Amtskollegen zu führen. Eines der Gesprächsthemen war die so genannte „Wunderlinie“. Die Bahnverbindung soll den Norden der Niederlande und den Nordwesten Deutschlands besser verbinden und ein weiterer Beitrag zur Schaffung einer grenzüberschreitenden Region in Europa sein. Die Europäische Union finanziert nun eine vorbereitende Studie. In den kommenden Monaten ginge es nun auch darum, für das Vorhaben zu werben, sich mit den Sorgen auseinanderzusetzen und die vorhandene Skepsis zu überwinden. Die Aufwertung der Strecke zwischen Groningen, Oldenburg und Bremen solle für eine schnellere und komfortablere Zugverbindung sorgen und die drei Städte dichter zusammenführen.

Der Bremer Bürgermeister: „Attraktive und schnelle Verkehrsverbindungen sind wichtig für Bremen, wichtig für den Norden der Niederlande. Die ‚Wunderline‘ soll einmal den Austausch der Menschen über die Grenze hinaus vereinfachen, den Tourismus voranbringen und unsere Zusammenarbeit und das Wachstum unserer Städte fördern.“ Auch der niedersächsische Landtag hatte sich bereits für eine Ertüchtigung der Bahnstrecke von Groningen nach Bremen über Leer und Oldenburg ausgesprochen. Mehr Informationen zum Projekt: wunderline.nl/de
Weitere Gesprächsthemen waren die Förderung von Start up-Unternehmen sowie die Gesundheitswirtschaft.

Groningen ist die Hauptstadt der gleichnamigen niederländischen Provinz hat rund 200.000 Einwohner, eine recht junge Bevölkerung und ist als Handels-, Industrie-, Bildungs- und Kulturzentrum die bedeutendste Stadt der nördlichen Niederlande. Die Städte Bremen, Groningen und Oldenburg hatten im Jahr 2009 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel abgeschlossen, die Kontakte untereinander zu verstärken. Und so ist in den vergangenen Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit in verschiedensten thematischen Bereichen entstanden. Diese wird unter anderem durch regelmäßige Fachgruppentreffen erreicht. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Städten resultiert aus jahrelangen intensiven Kooperationen auf vielen Gebieten. Manche dieser Kooperationen bestehen schon seit 30 Jahren, wie zum Beispiel diejenige zwischen der Hochschule Bremen, der Hanzehoogeschool Groningen und der Carl von Ossietzky-Universität in Oldenburg. Bremen und Oldenburg arbeiten außerdem in einer gemeinsamen Metropolregion zusammen.

Foto: Erik Brand/Groningen