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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Einladung zur Informationsveranstaltung für barrierefreies Bauen

21.11.2007

Um „Qualitätsstandards für Barrierefreiheit im Wohnungsbau – Anforderungen und Umsetzungsperspektiven“ geht es in einer Veranstaltung, zu der der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Zusammenarbeit mit kom.fort (Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Wohen) und der Bremer Architektenkammer heute (Mittwoch, 21.11.2007) von 17 bis 20 Uhr in den Speicher XI, Roter Salon (Restaurant, Speicher XI; Hausnummer 1), einlädt. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Innenentwicklung und Stadtumbau werden in den nächsten Jahren für das Planen und Bauen in Bremen eine zunehmende Bedeutung erfahren. Neben umweltrelevanten Standards wie der Energieeffizienz wird vor allem das Bauen im Bestand und hier insbesondere die barrierefreie Modernisierung der Altbauten aber auch die barrierefreie Gestaltung von Neubauten das Planungshandeln bestimmen.

Der demografische Wandel in der Bevölkerungsstruktur wird zukünftig erhebliche Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die Wohnungspolitik haben. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa im Rahmen des Handlungskonzeptes "Wohnen in Bremen – eine generationengerechte Adresse" verschiedene Handlungsstrategien konzipiert. Die auf der heutigen Veranstaltung präsentierten Qualitätsstandards für Barrierefreiheit im Wohnungsbau sind gemeinsam mit den bremischen Wohnungsunternehmen und zusammen mit der Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Wohnen kom.fort entwickelt worden. Sie stellen eine wichtige Planungshilfe für die im Wohnungsbau handelnden Akteure dar.

Auf der Veranstaltung sollen die im Frühjahr dieses Jahres von kom.fort im Auftrag des SUBVE erarbeiten Qualitätsstandards für Barrierefreiheit im Wohnungsbau vorgestellt und weitere Schritte der Umsetzung diskutiert werden. Die Qualitätsstandards wurden gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen in Bremen erarbeitet und beziehen sich schwerpunktmäßig auf Bestandsanpassung aber auch auf Neubau. Die Standards sind in Wohnumfeld, Eingangssituation innere Gebäudeerschließung und das Innere der Wohnung gegliedert.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird mit Beiträgen von Eckhard Feddersen (federsenarchitekten, Berlin) und vom bremischen Landesbehindertenbeauftragten Joachim Steinbrück in das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln eingeführt. Meike Austermann-Frenz von der Beratungsstelle kom.fort wird dann die bereits im Frühjahr diesen Jahres in einer Broschüre veröffentlichten Standards im Detail vorstellen. Im zweiten Teil der Veranstaltung soll anhand von Umsetzungsbeispielen der Bremer Wohnungsunternehmen mit der Wohnungswirtschaft über weitere Perspektiven und dafür notwendige Rahmenbedingungen diskutiert werden.

Entscheidend für eine Diskussion ist sicher die Differenzierung in die beiden Kategorien vollständig und eingeschränkt barrierefrei, die insbesondere bei der Bestandsmodernisierung unterschiedlich aufwändig zu realisieren sind. Daran ist zugleich die Frage der Kosten, der Unterhaltungskosten (z. B. für einen Fahrstuhl) und der möglichen Förderung für einen vermehrten Umbau barrierefreier Wohnungen in Bremen geknüpft.